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1. Vorbemerkungen

Mit Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) im Jahre 1990 bzw. 1991 erhielt die Eltern- und Familienbildung für eine Vielzahl ihrer Angebote und Leistungen eine neue Rechtsgrundlage.

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2. Perspektiven des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG)

Dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) vom 1.1.1991 liegt gegenüber dem Jugendwohlfahrtsgesetz (von 1922) ein mehrfacher Perspektivenwechsel in der Jugendhilfe zugrunde, und zwar erstens von einem reaktiv eingreifenden Handeln nach ordnungsrechtlichen Regelungen zum Ausbau vorbeugender Arbeit und präventiver Maßnahmen.

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3. Aufgaben von Familienbildung im gesellschaftlichen Modernisierungsprozess

Einleitend zu ihrem einstimmig gefassten Beschluss vom 22./23.5.2003 verweist die Jugendministerkonferenz (vgl. Jugendministerkonferenz 2003) einerseits auf die wachsenden Anforderungen an Erziehung und Bildung von Eltern, wozu Eltern- und Familienbildung einen "grundlegenden Beitrag" zu leisten hat und andererseits auf die vielfältigen gesellschaftlichen Veränderungen und Bedingungen für Familien, unter denen sie den veränderten Anforderungen in ihren Erziehungs- und Bildungsanstrengungen entsprechen können sollen.

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4. Die familialen Wandlungstendenzen als Orientierung und Ansatzpunkt für Familienbildung

Der soziale Wandel von Familie in der Gegenwart ist das beherrschende Thema in der soziologischen, psychologischen und familienpolitischen Literatur der letzten drei Jahrzehnte gewesen, wobei pessimistische Sichtweisen von Familie als in der Krise, als Auslaufmodell oder als Deinstitutionalisierungsprozess überwogen.

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5. Ansatzpunkte für Familienbildung

Der Blick auf die historische Entwicklung von Familienbildung zeigt, dass Themenschwerpunkte und Ansatzpunkte einem je aktuellen Problemverständnis familialer Existenz folgten:

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6. Strukturelle Rahmenbedingungen von Familienbildung

Nach § 16, Abs. 1 KJHG "sollen Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie angeboten werden". Unter dem Landesrechtsvorbehalt (KJHG § 16, Abs. 3) wird Familienbildung - wenn überhaupt nach dem KJHG - im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 74, Abs. 3) gefördert.

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7. Elternbriefe

Die Idee der Elternbriefe ist, Eltern, die ihr erstes Kind erwarten, mit Informationen zur psychischen Entwicklung des Kindes, zu Fragen der Erziehung und Pflege, Gesundheit und den Veränderungen des Familiensystems zu versorgen und sie in ihren Erziehungskompetenzen zu stärken.

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8. Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Familienbildung

Das Thema Qualitätsentwicklung und -sicherung wird als öffentlich relevantes Thema im Bildungsbereich erst seit Mitte der 90er Jahre verhandelt. Seinen Ausgangspunkt hatte es in der beruflichen Weiterbildung und in Entwicklungen in den neuen Bundesländern.

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9. Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Aus den vorhergehenden Kapiteln ergeben sich bereits weitgehend die Konsequenzen für die künftige Weiterentwicklung im Bereich der Fortbildung. Ausbau und Professionalisierung der Familienbildung sind mit kontinuierlichen Fortbildungsangeboten zu begleiten.

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10. Zusammenfassung und Perspektiven

In den vorangehenden Kapiteln konnte gezeigt werden, dass Familienbildung als Folge von Strukturveränderungen und -umbrüchen auf gesellschaftlicher, familialer und individueller Ebene an Bedeutung gewonnen hat und bei deren Fortgeltung eine wichtige Instanz für die gesellschaftliche Weiterentwicklung, die Ausgestaltung der Gemeinwesen sowie für die Lebensführung und -gestaltung sowie für die Lebensqualität von Eltern, Kindern und Familien bleiben wird.

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Literaturverzeichnis

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Anhang

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