Um einen Überblick über das Angebot familienbezogener Präventionsmaßnahmen im Bereich der Elternbildung in Deutschland zu gewinnen, wurden einschlägige Einrichtungen schriftlich befragt. Die Fragebögen umfassten zum einen Angaben auf institutioneller Ebene. Zum andren bezogen sie sich detailliert auf die Einzelangebote. Die für die Bestandsaufnahme relevanten Maßnahmen werden schwerpunktmäßig in Familienbildungsstätten angeboten, beschränken sich allerdings nicht auf diese Anbieter. So finden sich familienbildnerische Angebote auch im Programm von selbsthilfeorientierten Vereinen und Initiativen, Beratungseinrichtungen sowie allgemeineren Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Wohlfahrtspflege und Seelsorge (vgl. John, 2003; Liebenow, 2005; Pettinger & Rollik 2005; Walter et al., 2000). Diese Einrichtungen, Initiativen und Vereine wurden daher in die Befragung einbezogen, soweit sie für die Fragestellung relevant erschienen. Angesichts der Vielfalt solcher Einrichtungen ist eine vollständig repräsentative Erfassung kaum realisierbar. Mit den vorhandenen Ressourcen konnte deshalb nur ein annäherndes Abbild der vorhandenen Angebote angestrebt werden, das aber für den institutionellen Bereich der Familienbildung und -beratung im engeren Sinne repräsentativ ist.
Angesichts der Vielschichtigkeit von Angeboten der Familienbildung wurde eine definitorische Abgrenzung getroffen, die den präventiven Charakter der Angebote und den Bezug zu Erziehungskompetenzen in den Vordergrund stellte. Da auch Beratungseinrichtungen in die Befragung einbezogen wurden, war überdies eine Grenzziehung zur einzelfallbezogenen Beratung notwendig. Anhand folgender Kriterien wurden die einzubeziehenden Angebote festgelegt: