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Fr 13.03.2009

Gütesiegel für die Qualifizierung in der Kindertagespflege

Junge Frau hat zwei kleine Kinder auf dem Schoß. Tagesmütter und Tagesväter nach fachlich anerkannten Mindeststandards qualifizieren Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise ein gemeinsames Gütesiegel für die Qualifikation zur Kindertagespflege auf den Weg gebracht, das an Bildungsträger vergeben werden soll.

Um dieses Gütesiegel können sich all jene Bildungsträger bewerben, die in den Qualifizierungskursen für Tagesmütter und Tagesväter in Zukunft bestimmte Qualitätsstandards erfüllen. Dazu zählt insbesondere eine Orientierung am fachlich anerkannten Mindeststandard des Curriculums des Deutschen Jugendinstituts, das einen Stundenumfang von 160 Stunden vorsieht.

Das Ziel der Qualifizierungsinitiative des Aktionsprogramms Kindertagespflege des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist es, Tagesmütter und Tagesväter bundesweit nach fachlich anerkannten Mindeststandard zu qualifizieren. Mit dieser Grundqualifikation sollen die Eltern bundesweit die Gewissheit haben, dass ihr Kind gut betreut wird.

"Viele Eltern suchen vor allem für ihre kleineren Kinder eine verlässliche, kompetente und gleichzeitig hochflexible Betreuung. All das finden sie bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater. Damit sie ihre Kinder gut aufgehoben wissen, müssen wir einen hohen Maßstab anlegen. Die Ausbildung der Tagesmütter ist die Achillesferse, denn die Anforderungen sind in Deutschland sehr unterschiedlich. Wir wollen deshalb gemeinsam mit den Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit ein einheitliches Gütesiegel einführen. Damit garantieren wir eine einheitliche Qualifikation der Tagespflegekräfte, die wir für den Aufbau eines bedarfsgerechten Angebots brauchen," sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz

Welchen Stellenwert der Kindertagespflege zukommt, belegt der heute vom Bundeskabinett beschlossene Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz. Der Bericht zeigt, dass es mehr Betreuungsangebote für unter Dreijährige gibt als in den vergangenen Jahren. So wurden im März 2008 insgesamt 364.190 Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und Tagespflege betreut. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl damit um fast 43.000. Damit kann jedes achte Kind im Westen und fast jedes zweite Kind im Osten ein Betreuungsangebot in Anspruch nehmen. Der Bericht zeigt, dass die alten Bundesländer (ohne Berlin) eine Quote von 12,2 Prozent erreichen, die neuen Bundesländer 42,2 Prozent. Bundesweit liegt die Betreuungsquote damit bei 17,8 Prozent. Die Zuwachsrate stieg im gesamten Bundesgebiet von 2006 auf 2007 um 1,9 Prozentpunkten und von 2007 auf 2008 um 2,3 Prozentpunkte.