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Fr 15.08.2008

Wie geht es Deutschlands Kindern?

Die Niederlande gelten nach einer Studie von Unicef als kinderfreundlichstes Land, gefolgt von Schweden, Dänemark und Finnland. Deutschland erreicht in der Studie nur mittelmäßige oder unterdurchschnittliche Werte. Einer wachsenden Zahl von Kindern mangelt es zunehmend an ökonomischer Sicherheit, Bildungschancen, Gesundheit und subjektivem Wohlbefinden.

Der "UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland" weist auf eine zunehmende Kluft hin, an der sich das Wohlergehen der Kinder entscheidet. Im Rahmen einer Pressekonferenz zur Buchvorstellung "Mittelmaß für Kinder: Der UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland" betonte daher die Bundesministerin die Bedeutung moderner Familienpolitik zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut.

Regional differenzierte Analysen zeigen, dass in Deutschland keine einheitlichen Lebensbedingungen und Chancen für Kinder in Deutschland vorliegen. Vielen Mädchen und Jungen in Deutschland geht es sehr gut, sie werden gefördert und haben die besten Voraussetzungen für ein zufriedenes Leben.

Zugleich aber wächst der Teil jener, die aufgrund von Armut und Bildungsdefiziten nur geringe Aussichten auf gesellschaftliche Teilhabe haben. Für sie besteht ein ungleich höheres Risiko zu erkranken, unter Übergewicht zu leiden und die Schule ohne Abschluss zu verlassen, lautet die Diagnose von Herausgeber Prof. Dr. Hans Bertram von der Humboldt-Universität Berlin. Ein zukunftsfähiges Konzept müsse sich daran orientieren, wie auch die nachwachsende Generation durch eine optimale Förderung die Chance bekommt, die Zukunft nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.