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Mi 14.06.2006

1:0 für Familie - Bundeskabinett macht Weg frei für das Elterngeld!

Mann mit Kleinkind. Elterngeld Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zum Elterngeld beschlossen. Damit steht eine zentrale Säule der neuen Familienpolitik der Bundesregierung. "Ich freue mich, dass das Elterngeld jetzt auf so große Zustimmung stößt", sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. "Die Bundesregierung, die Regierungsfraktionen und die Regierungsparteien stehen hinter dem Elterngeld."

  • Elterngeld wichtige Säule der neuen Familienpolitik

Das Elterngeld erreicht alle Eltern, die sich Zeit für ihr Neugeborenes nehmen und auf Einkommen verzichten. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für maximal 14 Monate gezahlt, beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate allein nehmen, zwei weitere Monate sind als Option für den jeweils anderen Partner reserviert. Das heißt: Zwölf Monate Elterngeld gibt es immer, wenn Eltern Zeit für die Betreuung ihre Kindes Zeit nehmen. Ersetzt werden 67 Prozent des wegfallenden Einkommens, maximal 1800 Euro im Monat. Das Mindestelterngeld beträgt 300 Euro.

  • Eckpunkte der neuen Regelung bleiben unverändert

Eine intensive Abstimmung mit den betroffenen Ressorts sowie den Bundesländern und Verbänden hat zu einigen Detailänderungen an dem ursprünglichen Entwurf geführt. So ist die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld von drei auf zwölf Monate erweitert worden, um Missbrauch vorzubeugen. Außerdem sind die Anmeldungsfristen für die Elternzeit verbessert. Bisher mussten Väter die Elternzeit acht Wochen vor Beginn beim Arbeitgeber ankündigen. Diese Frist ist jetzt auf sieben Wochen verkürzt. Gleichzeitig bleibt der Kündigungsschutz von acht Wochen erhalten.