Mi 19.01.2011
Europa ist aus dem Leben junger Leute nicht mehr wegzudenken. Grenzüberschreitende Mobilität durch einen Aufenthalt in anderen Ländern der Europäischen Union ist für viele Jugendliche bereits selbstverständlich. Die große Mehrheit von ihnen verbindet mit Europa vor allem die Freiheit, über Staats- und Kulturgrenzen hinweg zu reisen, zu leben und zu lernen.
Auf diese Weise lernen sie andere Menschen und Lebensweisen kennen und erweitern ihre Kompetenzen in Bildung und Beruf. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt sich dafür ein, dass immer mehr Jugendliche Gelegenheit für einen Blick über die eigenen Grenzen hinweg erhalten und damit fit werden für ein Leben in internationalen und interkulturellen Bezügen.
Das EU-Programm JUGEND IN AKTION 2010 - 2013 richtet sich an junge Leute im Alter zwischen 13 und 30 Jahren. Es fördert die außerschulische Bildung und das aktive Engagement junger Menschen für Europa.
Die EU hat mit einer neuen Jugendstrategie für den Zeitraum 2010 – 2018 eine Reihe von Möglichkeiten geschaffen, die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa zu vertiefen. Dabei spielt der Austausch guter Praxis zwischen den Mitgliedstaaten eine besondere Rolle, genau so wie der strukturierte Dialog zwischen Jugend und Politik. Deutschland hat die Umsetzung der EU-Jugendstrategie in gemeinsamer Verantwortung von Bund und Ländern zur jugendpolitischen Priorität gemacht. Die Zusammenarbeit mit anderen EU-Staaten soll genutzt werden, um eigene Aktivitäten zur Integration und Stärkung junger Menschen und zur Förderung von Teilhabe und Engagement weiterzuentwickeln. Die Themen "Übergänge in die Arbeitswelt", "Förderung der Partizipation aller junger Menschen" und "Sichtbarmachen von nicht-formaler und informeller Bildung" stehen im Mittelpunkt.
Freiwilliges Engagement Jugendlicher europaweit stärken
Freiwilliges Engagement verbunden mit europäischer Mobilität bietet jungen Menschen die hervorragende Möglichkeit, sich interkulturelle Kompetenzen anzueignen und internationale Solidarität zu zeigen. Es ist der ausdrückliche Wunsch der europäischen Jugendministerinnen und Jugendminister, dass junge Freiwillige die Möglichkeit erhalten, sich in jedem der 27 Mitgliedstaaten zu engagieren. Vor diesem Hintergrund setzt sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dafür ein, die Informationsmöglichkeiten für junge Menschen und die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement in der EU weiter zu verbessern.