Mo 07.02.2011
Die wirkungsorientierte Evaluation von Kriminalitätsprävention, insbesondere eine sogenannte "Evidence-based-Crime-Prevention" ist nicht zuletzt durch die beiden Sicherheitsberichte der Bundesregierung (2001; 2006) auf der fachpolitischen Tagesordnung. Gefordert werden hauptsächlich experimentelle Forschungsdesigns, die allerdings für weite Bereiche der Kriminalitätsprävention (zum Beispiel lokale Kooperationsprojekte, innovative oder sich dynamisch entwickelnde Projekte) nicht immer geeignet sind. Dringend gefragt ist daher eine alternative Strategie, um Wirkungen sichtbar zu machen.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend förderte das Forschungsvorhaben "Das Logische Modell als Instrument der Evaluation in der Kriminalitätsprävention im Kindes- und Jugendalter". Dieses leistete einen zentralen Beitrag, das vorhandene Forschungsdefizit zu schließen und eine für diesen Bereich geeignete Evaluationsmethode zu finden. Das Vorhaben, welches im Januar 2009 gestartet ist und im Dezember 2010 abgeschlossen wurde, hatte zum Ziel, vielversprechende Erfahrungen in der Anwendung des "Logischen Modells" im Rahmen von Programmevaluation in der Kinder- und Jugendhilfe für das Feld der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention aufzugreifen und nutzbar zu machen.