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Mo 08.02.2016

"Neue Wege" - Prävention von Antisemitismus: Modellprojekt startet in Hamburg

Am 5. Februar fand zum Auftakt des Modellprojekts "'Neue Wege' - Prävention von Antisemitismus" in der Jugendkirche in Hamburg die Eröffnung der Ausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" statt.

Der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, betonte in seinem Grußwort die außergewöhnliche und bedeutende Rolle, die Anne Frank für viele Jugendliche auch gegenwärtig noch hat: "Antisemitismus, Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit dürfen in diesem Land keinen Platz haben! Darum ist es wichtig, frühzeitig anzusetzen und durch gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse Vorurteile und Ressentiments abzubauen."

"Neue Wege" - Prävention von Antisemitismus 

Die Wanderausstellung ist Teil des im November 2015 gestarteten Projekts "'Neue Wege' - Prävention von Antisemitismus", das von der Türkischen Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V. gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum umgesetzt wird. Für dieses Präventionsprojekt im Bereich Antisemitismus konnte als weiterer Partner auch die Jüdische Gemeinde in Hamburg gewonnen werden. Im Rahmen des Projektes werden neue innovative, jugendgerechte und medial vielfältige Formate der Auseinandersetzung mit aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft entwickelt. Die Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche mit Migrationshintergrund.

"Ich finde die Zusammenarbeit zwischen dem Anne Frank Zentrum, der Türkischen Gemeinde und der Jüdischen Gemeinde beispielhaft", betonte Dr. Ralf Kleindiek. "Darum möchte ich meinen Dank und meine Anerkennung dafür aussprechen und wünsche dem Projekt viel Erfolg!"

"Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" 

Die Wanderausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" reist seit 2012 quer durch ganz Deutschland und ist bereits zum zweiten Mal in der Jugendkirche in Hamburg zu sehen, vom 8. Februar bis 4. März 2016. Schirmherr ist der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz.

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.