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Mo 01.02.2016

Weitere Zusammenarbeit des Deutsch-Polnischen Jugendwerks beschlossen

Unter dem Vorsitz des Staatssekretärs im Bundesjugendministerium, Dr. Ralf Kleindiek, und der Staatssekretärin Marzenna Drab aus dem polnischen Ministerium für nationale Bildung fand am 28. und 29. Januar in Warschau die 25. Sitzung des Deutsch-Polnischen Jugendrats zur zukünftigen Zusammenarbeit statt.

Anlässlich der Sitzung in Warschau zogen die beiden Vorsitzenden, die zum ersten Mal zusammengekommen sind, eine positive Bilanz: "Für uns ist der Jugendaustausch ein wichtiger Bestandteil der deutsch-polnischen Freundschaft. Es sind die jungen Menschen, die diese Freundschaft stärken und in die Zukunft tragen", sagte Dr. Ralf Kleindiek. "Ich freue mich, dass wir den neuen Schwerpunkt Vielfalt vereinbaren konnten. Dies entspricht den Vorstellungen der Jugendlichen. Neben der Politik sind es vor allem die Verbindungen zwischen Menschen, die das Verhältnis zwischen zwei Ländern prägen und stark machen."

Arbeitsschwerpunkt "Vielfalt"

Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Arbeitsschwerpunkt für die Jahre 2017 bis 2019 und die Vorbereitung des 25-jährigen Jubiläums des Jugendwerks in diesem Jahr. Die durch den Deutsch-Polnischen Jugendrat beschlossenen Ergebnisse stehen für eine weiterhin freundschaftliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit:

  • Festlegung des künftigen Arbeitsschwerpunkts zum Thema "Vielfalt"
  • Vereinbarung eines gemeinsamen Leitbildes
  • Erhöhung des Regierungsbeitrags auf polnischer Seite um 250.000 Euro
  • Ankündigung des Bundesjugendministeriums für 2016 zur Bereitstellung von ebenfalls zusätzlich 250.000 Euro; ab 2017 Vorhaben der dauerhaften Erhöhung des deutschen Regierungsbeitrags

Im Rahmen der diesjährigen Ratssitzung haben Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek und seine polnische Amtskollegin außerdem den Deutsch-Polnischen Jugendpreis unter dem diesjährigen Motto "changes/chances@work" verliehen.

Deutsch-Polnisches Jugendwerk

120.000 junge Menschen aus Deutschland und Polen nehmen jedes Jahr an Programmen teil, die durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) gefördert werden. 2016 verfügt es über Regierungsbeiträge in Höhe von 9,3 Millionen Euro, wobei Polen 4,3 Millionen Euro und Deutschland 5 Millionen Euro in den gemeinsamen Fonds einzahlen.

Der Deutsch-Polnische Jugendrat ist das höchste Gremium des DPJW. Den Vorsitz haben Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und ihre polnische Amtskollegin, Bildungsministerin Anna Zalewska. Der Jugendrat setzt sich aus 24 Personen zusammen, je zwölf Mitglieder pro Land. Jeweils sechs Sitze besetzen Vertreter aus Ministerien und Regierungsinstitutionen aus Deutschland und Polen. Die weiteren je sechs Mandate sind für Einrichtungen vorgesehen, die sich mit Jugendarbeit befassen.