Inhalt

Do 03.09.2015

Neues Bundesprogramm "KitaPlus" fördert passgenaue Betreuungsangebote

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Interessenbekundungsverfahren zum neuen Bundesprogramm "KitaPlus" gestartet. Teilnehmende Kitas und Kindertagespflegestellen sollen darüber ihre Öffnungszeiten flexibler gestalten und damit Familien in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine gute Betreuung für ihre Kinder unterstützen. Zielgruppe des Modellprogramms sind unter anderem Alleinerziehende und Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter, Berufsrückkehrerinnen, Selbstständige sowie Berufsgruppen, deren Arbeitszeiten außerhalb der üblichen Kita-Öffnungszeiten liegen. Das Bundesfamilienministerium stellt hierfür insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Schlüssel für bessere Vereinbarkeit

"Eine verlässliche und flexible Kindertagesbetreuung ist der Schlüssel für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Start des Programms. "Passgenaue Angebote für die Kindertagesbetreuung sind ein wirksames Instrument moderner Familienpolitik, weil sie es manchen Eltern erst möglich machen, überhaupt eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder diese fortzusetzen."

Aufruf zu Projektbewerbungen

Um eine Förderung zu erhalten, müssen interessierte Kitas und Kindertagespflegestellen den lokalen Bedarf beschreiben sowie eine allgemeine Projektkonzeption für die erweiterten Öffnungszeiten vorlegen. Ziel ist zu allen Betreuungszeiten eine gute pädagogische Qualität zu gewährleisten. Interessierte Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflegepersonen, bei denen ein lokaler Bedarf für erweiterte Öffnungszeiten besteht, sind nun aufgerufen, sich am Interessenbekundungsverfahren zu beteiligen. Bis zum 31. Oktober 2015 werden eingehende Meldungen für neue Projekte nach Auswahl durch das Bundesfamilienministerium für eine Förderung berücksichtigt, sofern sie die Fördervoraussetzungen erfüllen.

Ab Januar 2016 werden im neuen Bundesprogramm "KitaPlus" mit einer Laufzeit von drei Jahren zukunftsfähige Konzepte für bedarfsgerechte Betreuungszeiten gefördert. Dazu gehören Öffnungszeiten vor 8.00 beziehungsweise nach 16.00 Uhr. Darüber hinaus können sie über Betreuungsmöglichkeiten am Wochenende und an Feiertagen bis hin zu einem Betreuungsangebot reichen, das auch die Nacht abdeckt. Neben Personalmitteln fördert das Bundesfamilienministerium die Ausstattung, die für die Umsetzung des erweiterten Angebots erforderlich ist. Kindertageseinrichtungen können Fördermittel bis zu 200.000 Euro im Jahr und Tagespflegepersonen bis zu 15.000 Euro jährlich erhalten.

Projektberaterinnen und Projektberater unterstützen Kitas und Tagespflegestellen bei der Entwicklung eines pädagogischen Konzepts für die optimale Umsetzung des erweiterten Angebotes. Um auch die Nachhaltigkeit eines solchen Betreuungsangebots sicherzustellen, geben die Projektberaterinnen und Projektberater zudem unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wichtige Hilfestellungen. Weiterer wichtiger Bestandteil des Programms ist die Zusammenarbeit mit den Eltern.

Weitere Informationen zum Interessenbekundungsverfahren sind auf der nachstehenden Internetseite "Frühe Chancen" des Bundesfamilienministeriums zu finden.

Interessenbekundungen können ab sofort eingereicht werden unter interessenbekundung@bundesprogramm-kitaplus.de.