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Mi 27.02.2013

Kristina Schröder: "Kinder sollen Medienkompetenz in einem sicheren Surfraum entwickeln"

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am 27. Februar den neuen KinderServer vorgestellt. Damit werden Computer und mobile internetfähige Geräte mit wenigen Klicks in einen sicheren Surf-Modus für Kinder umgeschaltet. Der KinderServer arbeitet nach dem Prinzip von Positivlisten - der von Medienpädagogen geprüften Liste "fragFINN" und der Kindersuchmaschine "Blinde Kuh". Diese Positivlisten und alle Webseiten, die ein Alterskennzeichen für Kinder bis 12 Jahre tragen, sind über den KinderServer zugänglich. Ruft das Kind eine andere Seite auf, bekommt es eine Meldung, dass diese Seite nicht zugänglich ist.

"Der KinderServer ist für Eltern und Großeltern, aber auch in Kindergärten und Schulen ein wertvoller Helfer in der Medienerziehung", sagte Kristina Schröder. "Kinder sollen Spaß daran haben, das Internet zu entdecken und seine Chancen nutzen. Der KinderServer sorgt für die nötigen Freiräume zum Surfen auf für Kinder geeigneten Webseiten und schützt vor der Konfrontation mit Inhalten, die Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Mein Ziel ist, dass Kinder ihre Medienkompetenz von Beginn an in einem sicheren Surfraum entwickeln", so die Bundesfamilienministerin.

Kindgerechter Internetzugang für zu Hause

Der KinderServer kann von privaten Nutzerinnen und Nutzern, Schulen und Kitas kostenfrei verwendet und auf der Internetseite "www.kinderserver-info.de" heruntergeladen werden. Nach einer einfachen Installation lässt sich der Internetzugang am Computer schnell und leicht in den kindgerechten sicheren Surfmodus umschalten. Der passwortgeschützte Wechsel zurück in den Erwachsenenmodus macht den KinderServer dabei besonders familienfreundlich. Mit Hilfe einer individuellen Liste können Eltern zusätzliche Internetseiten zulassen, die sie für geeignet halten. Die mobile Anwendung (APP) "meine startseite" sorgt zudem für sicheren Surfraum auch bei mobilen Geräten.

Dialog Internet – Netzpolitik für Kinder und Jugendliche

Mit dem KinderServer folgen das Bundesfamilienministerium und die Partner, die den Server entwickelt haben, der Handlungsempfehlung des Dialog Internet, wirksamen Jugendschutz im Internet umzusetzen. Neben "fragFINN" und der "Blinden Kuh" ist "jugendschutz.net" und "Seitenstark e.V." am Projekt beteiligt. Auch "eco", der Verband der deutschen Internetwirtschaft, ist Partner des Vorhabens und stellt hierfür den Server zur Verfügung.

Mit dem Dialog Internet hat das Bundesfamilienministerium seit 2010 erstmals Beteiligte aus Politik, Kinder- und Jugendschutz, Medienwissenschaft, Wirtschaft und der Netzgemeinde an einen Tisch gebracht, um eine Netzpolitik für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Ziel ist ein zeitgemäßer Jugendmedienschutz, der die Förderung von Medienkompetenz, die Unterstützung der Medienerziehung in den Familien und den gesetzlichen und technischen Jugendschutz im Internet altersgerecht miteinander verbindet.