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Mo 26.11.2012

Initiative "I-KiZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet"

Im September 2012 wurde die Initiative "I-KiZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet" im Rahmen einer Auftaktveranstaltung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch der anderthalbjährige Aufbauprozess bis Ende 2013 gestartet. Im Anschluss an die Veranstaltung konstituierten sich die Fachkommissionen des I-KiZ. Mit der Gründung des Zentrums folgte das Bundesfamilienministerium einer Handlungsempfehlung des Dialog Internet.

Die zentrale Erkenntnis des Dialog Internet war es, dass wirksamer Jugendschutz im Internet ein intelligentes Risikomanagement und vorausschauende Gesamtstrategien erfordert, die Vorsorge von Anbietern, technischen Schutz und Kompetenzvermittlung sinnvoll verbinden. Viele Akteure sind beteiligt, den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu organisieren, sie und ihre Eltern zu informieren sowie ihnen Hilfestellungen zu geben. Es fehlt jedoch an Abstimmung, vorausschauender Planung und stetiger Zusammenarbeit. Zunehmend wird auch die Frage gestellt, ob Jugendschutz im Zeitalter des Web 2.0 überhaupt noch möglich ist.  

Vernetzung und Zusammenarbeit wichtiger Akteure

Das Zentrum soll als Knotenpunkt für die Kooperation der beteiligten Organisationen fungieren. Es soll Synergien schaffen, die geleistete Arbeit auswerten und Impulse zur Weiterentwicklung geben. Das I-KiZ möchte die Vernetzung und Zusammenarbeit wichtiger Akteure intensivieren und verstetigen. Wesentliches Ziel ist dabei die Organisation von Prozessen, um neue Risiken institutionsübergreifend zu analysieren, vorausschauende Vorschläge zur Verbesserung des Jugendschutzes zu erarbeiten und Empfehlungen an Verantwortliche in Politik, Institutionen und Unternehmen zu entwickeln.

Im Fokus des I-KiZ sollen Risiken für Kinder und Jugendliche stehen, die sicheren Surfräumen entwachsen sind. Das Ausprobieren von Möglichem und Verbotenem spielt eine große Rolle in ihrem Entwicklungsprozess zum Erwachsenwerden. Im I-KiZ soll vorausschauend und gemeinsam überlegt werden, wie diese jungen Nutzer die Chancen des Internets möglichst ungefährdet nutzen oder im Notfall Hilfe bekommen können.


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