Mi 25.07.2012
Kinder und Jugendliche sind immer seltener kriminell. Das zeigt die kürzlich erschienene Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), in der der erneute Rückgang der Kinder- und Jugendkriminalität belegt ist.
"Die Zahlen geben Hoffnung, dass sich der Trend der vergangenen Jahre - der Rückgang der Kinder- und Jugendkriminalität - fortsetzt", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Berlin. "Das vielfältige Engagement in der Präventionsarbeit scheint mittlerweile Wirkung zu zeigen. Wir dürfen aber nicht übersehen: Die Jugendgewalt bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Deshalb müssen wir insbesondere unsere pädagogischen Präventionsstrategien zielgruppenbezogen weiterentwickeln."
Die Bundesregierung hat emeinsam mit den Bundesländern ihre Anstrengung verstärkt, wirkungsvolle Präventionskonzepte zur Gewalt- und Deliktbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen auszubauen und konzeptionell zu erweitern. So führt das Bundesfamiienministerium zahlreiche modellhafte Maßnahmen und Projekte durch, um die Ursachen und Hintergründe der Kriminalitäts- und Gewaltbelastung von Kindern und Jugendlichen zu erforschen.
Im Mittelpunkt stehen neben gewaltfreier Konfliktbearbeitung in Schulen und Jugendhilfen hier insbesondere interkulturelle Aspekte sowie die wichtige Rolle der Eltern. Beispiele dafür sind die Forschungsprojekte "Konfliktbearbeitung in interkulturellen Kontexten in Jugendhilfe und Schule" und "Elternbeteiligung und Gewaltprävention in kommunalen Bildungs- und Erziehungslandschaften". Aktuell unterstützt das Bundesfamilienministerium das Forschungsprojekt "Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe und krimineller Karriere".
Die Ergebnisse der Polizeiliche Kriminalstatistik zeigen unter anderem: