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Di 22.05.2012

Kristina Schröder: "Wir müssen Jugendliche fit machen, mit Sozialen Netzwerken umzugehen"

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am 23. Mai zusammen mit Vice-President Global Public Policy bei Facebook, Marne Levine, in Berlin den Startschuss für das Projekt "Social Media Advisory Roundtable (SMARt)" gegeben. Das Projekt wird von der Stiftung Digitale Chancen in Kooperation mit Facebook und der Berlin Media Professional School an der Freien Universität Berlin durchgeführt.

Ziel ist es, die Kompetenz im Umgang mit sozialen Medien zu fördern. Die Bundesfamilienministerin setzt damit eine Empfehlung aus dem Dialog Internet um.

"Es geht längst nicht mehr darum, ob wir Soziale Netzwerke gut oder schlecht finden. Soziale Netzwerke sind Realität. Wir müssen Jugendliche deshalb fit machen, selbstbestimmt und verantwortungsbewusst damit umzugehen", betonte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. 

"Hier sind neben Eltern und Pädagogen auch die Plattformbetreiber in der Pflicht. Ich freue mich deshalb, dass wir mit Facebook einen starken Partner für SMARt gewinnen konnten. Denn eins ist klar: Medienkompetenz und Anbieterverantwortung gehören beim Umgang mit Sozialen Netzwerken untrennbar zusammen. Gleichzeitig freut es mich sehr, dass mir Frau Levine, die Unterstützung für das Internet-Kinderschutzzentrum signalisiert hat, das wir im Herbst einrichten wollen."

Social Media Advisory Roundtables - SMARt

Jugendliche  erarbeiten im Rahmen des "Social Media Advisory Roundtables - SMARt" zusammen mit Eltern, Pädagogen, Experten aus dem Jugendmedienschutz und Facebook Strategien zur Stärkung der Medienkompetenz in Sozialen Netzwerken und formulieren Erwartungen an Plattformbetreiber. Die Ergebnisse werden in einer jährlichen Veranstaltung - Social Learning Summit - der Öffentlichkeit präsentiert.

Dialog Internet

Das Bundesfamilienministerium setzt mit der Unterstützung und Begleitung des Projekts eine weitere Empfehlung aus dem Dialog Internet um. Der Dialog Internet wurde im Herbst 2010 gestartet und zielt auf einen modernen, erweiterten Jugendmedienschutz, der die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen, die Erziehungsverantwortung der Eltern und den gesetzlichen und technischen Jugendschutz im Internet als gleichrangige Bausteine altersgerecht miteinander verbindet.

Im Herbst 2012 soll ein Internet-Kinderschutzzentrum eingerichtet werden. Es koordiniert staatliche Stellen, Internetwirtschaft und Initiativen für Prävention und Opferschutz um effektiv gegen Gefährdungen im Internet vorzugehen.