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Fr 16.12.2011

Bundesfamilienministerium startet Dialog zur Eigenständigen Jugendpolitik

Das Bundesfamilienministerium hat einen politischen Dialogprozess gestartet, um eine Eigenständige Jugendpolitik in Deutschland zu etablieren. Aufgabe ist, die politische Debatte auf die Herausforderungen und Bedürfnisse von Jugendlichen in Deutschland zu lenken. Am 13. Dezember fand die erste Veranstaltung einer Fachforumsreihe zu diesem Thema statt. Im Fokus stand die "Anerkennung außerschulischer Bildung".

Anerkennung außerschulischer Bildung

Im Rahmen des Fachforums wurde unter anderem diskutiert, welche Zertifizierungsprozesse für die Anerkennung notwendig sind. Diese Prozesse sollen außerdem Fachkräfte in ihrer Arbeit bestärken und Dritten eine transparente Aussage über die Kompetenzen junger Menschen bieten.

Außerschulische Bildung ist von großer Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und für den Erwerb von Kernkompetenzen junger Menschen. Die Anerkennung nicht formaler Bildung durch die Gesellschaft, formale Bildungsinstitutionen, den Ausbildungsmarkt und den Arbeitsmarkt spielt dabei eine wichtige Rolle.

Langfristiger Dialogprozess

"Mit einer Eigenständigen Jugendpolitik wollen wir die Phase der Jugend insgesamt neu in den Blick nehmen. Das Engagement junger Leute muss anerkannt werden und die Jugend muss als Partner für alle Zukunftsthemen begriffen werden", erklärte Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium.

Der politische Dialogprozess ist auf einen längeren, über die aktuelle Legislaturperiode hinausgehenden Zeitraum angelegt. Den Kern bilden zunächst thematische Fachforen, die Rahmenbedingungen schaffen, mit deren Hilfe Jugendliche ihr Leben selbstbestimmt gestalten und mit Zuversicht in die Zukunft blicken können. Die Fachforen stellen aktuelle Fragestellungen in den Mittelpunkt. Neben der Anerkennung außerschulischer Bildung werden unter anderem die Fortentwicklung der Jugendhilfeplanung und die optimale Gestaltung der Übergange von der Schule in Ausbildung thematisiert.

Jugendliche sind dabei in alle Prozessschritte einbezogen. Sie geben nicht nur Impulse, sondern bewerten auch alle erarbeiteten Ansätze, Thesen und Positionen zur Gestaltung einer Eigenständigen Jugendpolitik aus ihrer Sicht.

Eine Eigenständige Jugendpolitik muss auf einer breiten Basis aufbauen, um nachhaltig zu wirken. Deswegen ruft das Bundesfamilienministerium alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen und Akteure auf, sich an der Entwicklung der Eigenständigen Jugendpolitik zu beteiligen - von Politik, Kinder- und Jugendhilfe, Schule über Zivilgesellschaft und Wirtschaft sowie Medien bis hin zu den Jugendlichen selbst. Diese zu bildende Allianz stellt sich der Herausforderung, einen breiten Konsens über alle Ebenen hinweg zu erzielen.