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Di 21.02.2012

Verein(t) gegen Rechtsextremismus

Um rechtsextremistischen Einstellungen im Sport zu begegnen, haben das Bundesfamilienministerium, das Bundesinnenministerium, der Deutsche Olympische Sportbund, die Deutsche Sportjugend sowie der Deutsche Fußballbund gemeinsam das Handlungskonzept "Verein(t) gegen Rechtsextremismus" erarbeitet. Ziel ist es, Sportvereine zu sensibilisieren, zum Handeln zu motivieren und sie dabei zu unterstützen, gegen Rechtsextremismus vorzubeugen und vorzugehen. "Jegliche Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung ist menschenverachtend und zerstört das, wofür Sport steht: Fairness und Miteinander", erklärte Kristina Schröder.

Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus im Sport

Die Umsetzung von "Verein(t) gegen Rechtsextremismus - Handlungskonzept von Sport und Politik zur Förderung von Toleranz, Respekt und Achtung der Menschenwürde" sieht umfassende Informations- und Beratungsangebote vor und soll die Akteure und Akteurinnen aus Sport und Politik enger vernetzen. Unter anderem soll verhindert werden, dass der Sport als Plattform zur Verbreitung von rechtsextremistischen Werten und rechtsextremistischem Gedankengut missbraucht wird. Die Sportvereine sind die wichtigste Zielgruppe, da dort rund die Hälfte aller 16- bis 25-Jährigen aktiv eingebunden ist.

Dem Konzept liegen die Ergebnisse der vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Expertise "Rechtsextremismus im Sport in Deutschland und im internationalen Vergleich" von Prof. Dr. Gunter Pilz zugrunde.

Auftaktveranstaltung "Foul von Rechtsaußen"

Den Auftakt der Umsetzung des Handlungskonzeptes bildete die Konferenz "Foul von Rechtsaußen – Sport und Politik vereint(t) für Toleranz, Respekt und Menschenwürde" mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Sport, Politik, Jugendarbeit und Presse, die am 18. Januar 2011 in Berlin stattfand.

Neben der Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und der Thüringer Ministerin Heike Taubert als Vorsitzende der Sportministerkonferenz, die seitens der Politik an der Veranstaltung teilnahmen, waren aus dem Bereich des Sports die Präsidenten Dr. Thomas Bach vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Dr. Theo Zwanziger vom Deutschen Fußballbund (DFB) vertreten.