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Fr 25.06.2010

Studie zeigt: Familien in Deutschland sind stark und stabil

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat erste Ergebnisse aus dem Survey "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten" veröffentlicht. Diese Studie zeigt: Familien in Deutschland sind funktionierende Solidargemeinschaften, die auch über Haushaltsgrenzen hinweg grundlegende Unterstützung leisten.

Die Familie hat sich zwar in ihren Konstellationen verändert. Sie ist aber immer noch eine generationenübergreifende Gemeinschaft. Das belegen erste ausgewählte Analysen des DJI-Surveys 2009. So sagen etwa 70 Prozent der Befragten, dass sie immer gern mit ihrer Familie zusammen sind. 90 Prozent der Befragten geben an, in schwierigen Situationen des Alltagslebens Rat und Unterstützung innerhalb der Familie gesucht haben.

Die Großeltern gehören für die meisten zur gelebten Familie dazu. Sie sind nach Eltern und Kindertageseinrichtungen die drittwichtigste Betreuungsinstanz für Kleinkinder. 90 Prozent der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren berichten, dass gemeinsame Mahlzeiten eingenommen werden. 80 Prozent der Familien mit Kindern verbringen ihren Urlaub gemeinsam.

DJI-Survey "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten (AID:A)"

Der Survey "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten" wird im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom Deutschen Jugendinstitut in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
Ziel der Studie ist es, die aktuelle Situation von Familien mit Kindern in Deutschland genauer zu untersuchen und aufzuzeigen, mit welchen Problemen Familien heute konfrontiert werden, wie die Betreuung der Kinder in den Familien bewältigt wird und wie Familien es schaffen, Beruf, Haushalt und Freizeit in Einklang zu bringen.

AID:A umfasst erstmals den gesamten Zeitraum des Aufwachsens von der Geburt bis zum Erwachsensein im Kontext der individuellen Entwicklung, des familialen und regionalen Umfelds inklusive der Angebote institutioneller Unterstützung durch den Sozialstaat.

Nachdem bis Ende 2009 25 000 Personen befragt wurden, werden nun die Daten ausgewertet und es stehen erste Ergebnisse zur Verfügung. Eine erste Publikation ist für Anfang 2011 geplant.