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Mo 05.09.2011

Medienkompetenz und Jugendinformation

Kinder und Jugendliche haben Medien ganz selbstverständlich in ihren Alltag integriert. Im Umgang damit erwerben sie wichtige Schlüsselkompetenzen zur Teilhabe in unserer Mediengesellschaft. Je bedeutender Medien im Alltag der Kinder und Jugendlichen, umso mehr steigen auch die Anforderungen an ihre Medienkompetenz. Medienkompetenz befähigt Kinder und Jugendliche dazu, Medien ihrem Alter entsprechend selbstbestimmt, verantwortungsbewusst, kritisch und kreativ zu nutzen. Medienkompetenz heißt, Angebote bewerten und die Konsequenzen von Medienkonsum einschätzen zu können.

Das Bundesfamilienministerium sieht in der Stärkung von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen eine wichtige Aufgabe. Es fördert eine Vielzahl von Projekten und Initiativen, die sich ständig den technischen und inhaltlichen Entwicklungen der Medienwelt und an den sich ändernden Umgang damit anpassen. Die Projekte verfolgen einen medienpädagogischen Ansatz und richten sich zum Teil direkt an Kinder und Jugendliche und zum Teil an Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher.

Kinder und Jugendliche entwickeln Medienkompetenz im Umgang mit altersgerechten und guten Medienangeboten. Das ist Anlass für das Bundesfamilienministerium gute Medienangebote auszuzeichnen und zu fördern und jene Projekte zu stärken, die Kinder und Jugendliche einbeziehen. Eltern und Fachkräfte in ihrer Medienerziehung zu unterstützen ist ein weiterer entscheidender Hebel zur Stärkung der Medienkompetenz. Das Bundesfamilienministerium fördert entsprechend Informations- und Beratungsangebote für Eltern und Pädagogen. Um Projekte und Initiativen auf dem aktuellsten Stand zu halten fördert das Bundesfamilienministerium auch die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich.

Fokus Internetnutzung

Besondere Aufmerksamkeit bei der Förderung von Medienkompetenz und in Fragen des Jugendmedienschutzes gilt dem Internet. Um den Chancen und Risiken hinsichtlich der technischen und inhaltlichen Entwicklungen des Internets Rechnung zu tragen sowie Know-How und Ressourcen zu bündeln, hat das Bundesfamilienministerium am 4. November 2010  den „Dialog Internet“ gestartet. Im Rahmen des Dialogs diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über Chancen und Risiken der digitalen Welt für Kinder und Jugendliche. Dabei wird die Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz auch im Zusammenhang mit Partizipationsmöglichkeiten und Maßnahmen zum Jugendmedienschutz behandelt.

Am Ende dieses Dialog-Prozesses werden Handlungsempfehlungen für eine zeitgemäße Kinder- und Jugendpolitik im digitalen Zeitalter stehen, die in gemeinsamer Verantwortung erarbeitet und umgesetzt werden. Bestehende Angebote zur Stärkung von Medienkompetenz werden sinnvoll erweitert und um neue Initiativen ergänzt. Dieser Dialogprozess wird mit der Online-Dialogplattform www.dialog-internet.de transparent und offen gestaltet und dokumentiert. Abschließende Handlungsempfehlungen werden im Herbst 2011 an Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder übergeben. Auf Basis der Empfehlungen wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend noch 2011 weitere Vorhaben zur Stärkung der Medienkompetenz angehen.