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Fr 21.12.2012

Initiative JUGEND STÄRKEN

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Mit der Initiative "JUGEND STÄRKEN" fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf am Übergang von der Schule in den Beruf. Zu den Zielgruppen zählen beispielsweise schulverweigernde Jugendliche, junge Menschen, die sich nach der Schule weder in Ausbildung noch Arbeit befinden und von vorhandenen Unterstützungsmaßnahmen nicht (mehr) erreicht werden sowie junge Migrantinnen und Migranten mit spezifischen Problemen am Übergang. Die Initiative setzt sich zusammen aus den Programmen des Europäischen Sozialfonds (ESF)

  • JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region
  • Schulverweigerung - Die 2. Chance
  • Kompetenzagenturen

sowie den aus Bundesmitteln finanzierten

  • Jugendmigrationsdiensten.

Die Initiative wird durch das Projekt "JUGEND STÄRKEN: JungeWirtschaft macht mit!", ergänzt, mit dem das Bundesfamilienministerium das freiwillige Engagement junger Unternehmerinnen und Unternehmer einbindet.

Die Programme orientieren sich an den spezifischen Bedürfnissen junger Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf. Sie bieten ihnen passgenaue sozialpädagogische Beratung, Begleitung und Unterstützung auf dem Weg ins Erwerbsleben. Ergänzend regen die Programme den nachhaltigen Aufbau lokaler Strukturen zur besseren Integration benachteiligter junger Menschen vor Ort an. Insgesamt werden in den Jahren 2008 bis 2012 rund 290 Millionen Euro aus dem ESF und zusätzlich rund 41 Millionen Euro jährlich aus nationalen Mitteln für die Jugendmigrationsdienste aufgewendet.

JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region

Das Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region" zielt auf ein möglichst lückenloses und passgenaues Fördersystem am Übergang von der Schule in das Berufsleben. Damit soll verhindert werden, dass junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf an dieser Schwelle scheitern und "verloren gehen". 35 Städte und Landkreise entwickeln und erproben innovative Strukturen, Verfahren und Maßnahmen, um die vielfältigen Angebote an den Schnittstellen von Schule, Berufsbildung, Grundsicherung, Arbeitsförderung und Jugendhilfe im Sinne einer "Förderung aus einer Hand" aufeinander abzustimmen und weiterzuentwickeln. Das Programm stärkt die Koordinierungsfunktion der Kommunen.

Schulverweigerung - Die 2. Chance

Das Programm "Schulverweigerung - Die 2. Chance" hat das Ziel, Jugendliche, die den Schulbesuch verweigern, wieder in die allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen einzugliedern und ihre Chancen auf einen Abschluss zu erhöhen. An rund 190 Projektstandorten stehen bundesweit feste Ansprechpartnerinnen und -partner für die Jugendlichen zur Verfügung. Zusammen mit ihnen, ihren Eltern und Lehrkräften werden individuelle Förderpläne entwickelt, die passgenau auf die persönliche Lebenssituation der Mädchen und Jungen zugeschnitten sind.

Kompetenzagenturen

Die Kompetenzagenturen unterstützen besonders benachteiligte Jugendliche, ihren Weg in einen Beruf und in die Gesellschaft zu finden. Sie bieten Hilfen für diejenigen, die vom bestehenden System der Hilfeangebote für den Übergang von der Schule in den Beruf nicht (mehr) erreicht werden. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden individuelle Förder- und Qualifizierungspläne erarbeitet und die Umsetzung kontrolliert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Jugendlichen langfristig und beziehen dabei ihr familiäres und persönliches Umfeld ein.

Jugendmigrationsdienste

Junge Menschen mit Migrationshintergrund brauchen häufig besondere Unterstützung, um sich in der neuen Heimat zurechtzufinden oder aus ihrer isolierten Lage herauszukommen. Zahlen belegen, dass sie sowohl in der Schule als auch auf dem Ausbildungsmarkt nicht die gleichen Chancen haben wie einheimische Jugendliche. Damit diese jungen Menschen auf ihrem Integrationsweg effizienter unterstützt werden, erhalten sie in den bundesweit mehr als 420 Jugendmigrationsdiensten fachkundige Begleitung mit individuellen Förderplänen und Einzelberatung. Die Arbeit in den Jugendmigrationsdiensten wird regelmäßig den aktuellen Entwicklungen und Bedürfnissen angepasst.

JUGEND STÄRKEN: Junge Wirtschaft macht mit!

Das 2012 gestartete Modellprojekt "JUGEND STÄRKEN: Junge Wirtschaft macht mit!" verknüpft freiwilliges Engagement junger Unternehmerinnen und Unternehmer für benachteiligte junge Menschen systematisch mit der sozialpädagogischen Arbeit an den Standorten der Initiative JUGEND STÄRKEN. Die beteiligten jungen Menschen erhalten von den Unternehmerinnen und Unternehmern im Rahmen von  Projektbausteinen wie "Ein Tag Azubi", "Unternehmer zu buchen", "Offenes Unternehmen" und durch weitere niedrigschwellige und praxisnahe Angebote neue Impulse für ihre berufliche Entwicklung.

Das Projekt wird durch die Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. umgesetzt, die bei der Durchführung vor Ort eng mit den sozialpädagogischen Fachkräften der JUGEND STÄRKEN-Einrichtungen zusammenarbeiten.