Fr 27.01.2012
Initiative JUGEND STÄRKEN
Mit der Initiative "JUGEND STÄRKEN" fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die soziale, schulische und berufliche Integration junger Menschen mit schlechteren Startchancen. Die Initiative setzt sich zusammen aus den Programmen des Europäischen Sozialfonds (ESF)
- JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region
- Schulverweigerung - Die 2. Chance
- Kompetenzagenturen
sowie den aus Bundesmitteln finanzierten
- Jugendmigrationsdiensten.
Die Programme arbeiten mit individuellen Methoden und orientieren sich an den spezifischen Bedürfnissen junger Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf. Insgesamt werden in den Jahren 2008 bis 2011 rund 243 Millionen Euro aus dem ESF und zusätzlich rund 41 Millionen Euro jährlich aus nationalen Mitteln für die Jugendmigrationsdienste aufgewendet.
Ab Herbst 2011 werden die erfolgreichen Programme "Schulverweigerung - Die 2. Chance" und "Kompetenzagenturen" nach durchgeführter Ausschreibung fortgeführt. Hierfür stehen bis Ende 2013 aus dem Europäischen Sozialfonds rund 80 Millionen Euro zur Verfügung.
JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region
Das neue Modellprogramm "JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region" zielt auf ein möglichst lückenloses und passgenaues Fördersystems am Übergang von der Schule in das Berufsleben. Es wendet sich vor allem an junge Menschen, die durch reguläre Angebote nicht oder nicht mehr erreicht werden. In 35 ausgewählten Kommunen sollen bestehende Lücken in der Angebotslandschaft zunächst identifiziert und durch bedarfsgerechte neue Angebote geschlossen werden. Damit gibt das Programm Impulse für eine Vernetzung der Akteure und Angebote vor Ort und stärkt die kommunale, öffentliche Jugendhilfe in ihrer Aufgabenwahrnehmung und Koordinierungsfunktion.
Schulverweigerung - Die 2. Chance
Das Programm "Schulverweigerung - Die 2. Chance" hat das Ziel, Jugendliche, die den Schulbesuch verweigern, wieder in die Schulen einzugliedern und ihre Chancen auf einen Abschluss zu erhöhen. An rund 200 Projektstandorten stehen bundesweit feste Ansprechpartnerinnen und -partner für die Jugendlichen zur Verfügung. Zusammen mit ihnen, ihren Eltern und Lehrkräften werden individuelle Förderpläne entwickelt, die passgenau auf die persönliche Lebenssituation der Mädchen und Jungen zugeschnitten sind.
Kompetenzagenturen
Die Kompetenzagenturen unterstützen besonders benachteiligte Jugendliche, ihren Weg in einen Beruf und in die Gesellschaft zu finden. Sie bieten Hilfen für diejenigen, die vom bestehenden System der Hilfeangebote für den Übergang von der Schule in den Beruf nicht (mehr) erreicht werden. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden individuelle Förder- und Qualifizierungspläne erarbeitet und die Umsetzung kontrolliert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die Jugendlichen langfristig und beziehen dabei ihr familiäres und persönliches Umfeld ein.
Jugendmigrationsdienste
Junge Menschen mit Migrationshintergrund brauchen häufig besondere Unterstützung, um sich in der neuen Heimat zurechtzufinden oder aus ihrer isolierten Lage herauszukommen. Zahlen belegen, dass sie sowohl in der Schule als auch auf dem Ausbildungsmarkt nicht die gleichen Chancen haben wie einheimische Jugendliche. Damit diese jungen Menschen auf ihrem Integrationsweg effizienter unterstützt werden, erhalten sie in den bundesweit mehr als 420 Jugendmigrationsdiensten fachkundige Begleitung mit individuellen Förderplänen und Einzelberatung. Die Arbeit in den Jugendmigrationsdiensten wird regelmäßig den aktuellen Entwicklungen und Bedürfnissen angepasst.
Weitere Informationen zum Thema
- Staatssekretär Josef Hecken: "Neue Projekte der Initiative JUGEND STÄRKEN starten!"
- JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region
- Schulverweigerung - Die 2. Chance
- Kompetenzagenturen
- Jugendmigrationsdienste
- Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern
