Mi 25.03.2009
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt beim Kampf gegen Kinderpornografie im Internet weiter auf das Instrument von Zugangssperren ("Access Blocking"). Dazu werden am 17. April Verträge zwischen Internetserviceprovidern und dem Bund, vertreten durch das Bundeskriminalamt, geschlossen. Damit setzt das Bundesfamilienministerium eine Vereinbarung mit den Internetserviceprovidern um, die in einem Spitzengespräch im Januar 2009 getroffen wurde.
Alle deutschen Internet-Zugangsanbieter sollen in die Pflicht genommen werden
Gleichzeitig hat das Bundeskabinett Eckpunkte für die Bekämpfung der Kinderpornografie im Internet beschlossen. Damit dokumentiert die Bundesregierung ihre Entschlossenheit, der Kinderpornografie im Internet den Kampf anzusagen. Nach Schätzungen könnten in Deutschland täglich 300.000 bis 450.000 Zugriffe geblockt werden.
Wesentliche Inhalte des geplanten Gesetzes sind:
Nationale Konferenz zum Kinder- und Jugendschutz in Berlin
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat zudem Expertinnen und Experten für zwei Tage nach Berlin eingeladen, um gemeinsam eine nationale Strategie im Kampf gegen Kinderpornografie und zum Schutz von Kindern vor unmittelbarer sexueller Gewalt zu entwickeln. Damit nimmt Deutschland als erstes europäisches Land die nationale Umsetzung des "Dritten Weltkongresses zum Schutz vor sexueller Ausbeutung von Kindern und Heranwachsenden" in Rio de Janeiro (Brasilien) in Angriff.
Die zweitägige "Nationalen Konferenz zum Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" behandelt
Die Ergebnisse der Konferenz sollen dazu beitragen, den "Aktionsplan der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung" weiterzuentwickeln.
Europäische Konferenz für Juni 2009 geplant
Um die Bekämpfung sexueller Gewalt nicht auf den nationalen Bereich zu beschränken, plant das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den 30. Juni 2009 eine europäische Konferenz in Berlin, zu der auch die Partner aus den Ländern des Europarats eingeladen werden.