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Do 12.04.2012

Deutsche Islamkonferenz und das Aktionsbündnis muslimischer Frauen e.V.

Islamkonferenz

Im September 2006 wurde auf Initiative der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit muslimischen Verbänden die Deutsche Islamkonferenz ins Leben gerufen. Ziel dieser Konferenz ist es, dem Dialog zwischen Staat und Muslimen einen institutionellen Rahmen zu geben. Unter dem Motto  "Muslime in Deutschland - deutsche Muslime" soll Muslimen vermittelt werden, dass sie Bestandteil der deutschen Gesellschaft sind. Zielsetzungen der Deutschen Islamkonferenz sind unter anderem die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Integration, die Erarbeitung von Empfehlungen für praktische Fragen der Integration im Alltag sowie die gemeinsame Prävention von Islamismus.

Die Arbeit der Deutschen Islamkonferenz wird in der aktuellen Legislaturperiode fortgeführt. Zu den Hauptaufgaben der Deutschen Islamkonferenz II wird es sein, die gemeinsamen Ergebnisse der Diskussionsprozesse stärker in die Gesellschaft zu tragen. Ein Augenmerk im Prozess der Verbesserung der Teilhabe der Muslime in Deutschland ist eine erhöhte Zusammenarbeit mit muslimischen Vereinen und Verbänden, vor allem im Bereich der Förderung von Migrantinnen.

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms liegen in folgenden Bereichen:

  • Einführung von islamischem Religionsunterricht und die Einrichtung bzw. der Ausbau islamischer theologischer Angebote an öffentlichen Hochschulen
  • Förderung von Geschlechtergerechtigkeit
  • Prävention von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung

Das Aktionsbündnis muslimischer Frauen e.V. (AmF)

Der Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes und einer Interessenvertretung muslimischer Frauen ist zentrales Anliegen des Dialoges mit Vertreterinnen muslimischer Dach - und Frauenverbände. Mit dieser Zielsetzung haben seit 2006 mehrere Klausurtagungen stattgefunden, an der über 60 aktive Musliminnen aus der gesamten Bundesrepublik teilgenommen haben.

Im November 2009 wurde schließlich das Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V. als gemeinnütziger Verein gegründet. Das Aktionsbündnis ist aus dem Dialogforum muslimischer Frauen hervorgegangen, das 2005 vom Bundesfamilienministerium in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und der Muslimischen Akademie in Deutschland e.V. ins Leben gerufen wurde.

Mittlerweile hat das Aktionsbündnis rund 250 Mitglieder mit meist höherer Schulbildung. Viele von ihnen sind berufstätig und auch außerhalb der muslimischen Gemeinschaft sozial, kulturell oder politisch aktiv.

Die Hauptziele des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen sind:

  • Verbesserung der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe von Musliminnen
  • Unterstützung muslimischer Frauen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte
  • Vernetzung der Kompetenzen muslimischer Frauen
  • Bereitstellung von Ansprechpartnerinnen für die Politik und die Interessenvertretung bei gleichstellungs- und integrationspolitisch wichtigen Themen.

Dabei stehen zunächst der Aufbau einer internen Vernetzung, die Kontaktaufnahme zu zivilgesellschaftlichen und politischen Institutionen und Initiativen, die Förderung eines Empowerments - die Stärkung und Vermittlung der eigenen Rechte - sowie die  gesellschaftliche Teilhabe muslimischer Frauen im Zentrum der Aktivitäten.


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