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Mi 06.03.2013

Internationale Verpflichtungen zur Bekämpfung vor Gewalt gegen Frauen

Vereinte Nationen

Auf der Ebene der Vereinten Nationen stellen die Aktionsplattform von Peking und das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeglicher Formen der Diskriminierung von Frauen die grundlegenden Instrumente im weltweiten Kampf gegen Gewalt an Frauen dar. Jährlich gibt die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen zu Gewalt gegen Frauen, Yakin Ertürk, hierzu einen Bericht heraus. Auch der Sicherheitsrat, die Generalversammlung und die Frauenrechtskommission verabschieden regelmäßig Resolutionen zum Themenkomplex Gewalt gegen Frauen.

Europarat

Von November 2006 bis März 2008 führte der Europarat die Kampagne "Safe and Free. Every Woman's Right" durch, die die Aufmerksamkeit für das Thema Gewalt gegen Frauen in allen Mitgliedstaaten weiter erhöhte und die Mitgliedstaaten erneut auf wirksame Maßnahmen festlegte.

Im April 2009 wurde mit Verhandlungen zu einem neuen Übereinkommen des Europarates begonnen, das die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und insbesondere der häuslichen Gewalt zum Inhalt haben wird. Das Mandat des Ad-hoc-Ausschusses endet am 31. Dezember 2010.

Europäische Union

Seit 2000 wurden im Rahmen von "DAPHNE-Programmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen" viele erfolgreiche Projekte zur Bekämpfung und Prävention von Gewalt gegen Frauen sowie zum Schutz von Opfern gefördert. Bei allen Projekten arbeiten Organisationen aus verschiedenen Mitgliedstaaten grenzüberschreitend zusammen. Mit dem Programm DAPHNE III (ab 2007) ist die Weiterführung der Unterstützung von Maßnahmen der Mitgliedstaaten bei der Bekämpfung von Gewalt bis 2013 sichergestellt.