Mo 16.08.2010
Die Teilzeitquote im Rahmen abhängiger Beschäftigungsverhältnisse ist in den vergangenen Jahren angestiegen. Der Trend setzt sich in der Wirtschaftskrise fort: Vollzeitstellen werden knapper, während die Zahl der Teilzeitstellen zunimmt.
Heute ist bereits jeder vierte Beschäftigte teilzeiterwerbstätig, wobei es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Vier von fünf Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Ungefähr jede achte erwerbstätige Frau übt dabei lediglich eine geringfügige Beschäftigung aus (so genannte Minijobs). Besonders ausgeprägt sind Geschlechterunterschiede bei Eltern. Während 7 von 10 aktiv erwerbstätigen Müttern teilzeiterwerbstätig sind, trifft dies nur auf etwa 5 Prozent der Väter zu.
Teilzeitarbeit bietet Chancen, da die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf erleichtert wird. Nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung kann Teilzeitarbeit eine Brücke beim beruflichen Wiedereinstieg sein. Nicht selten ist Teilzeitarbeit aber auch mit geringerer sozialer Sicherung, geringeren Verdienst- und Karrierechancen verbunden. Eine lebenslauforientierte Gleichstellungspolitik muss dies daher im Blick haben und die Chancen flexibler Arbeitszeitgestaltung für Frauen und Männer umfassend einbeziehen.
Einen wesentlichen Anteil an der Zunahme von Teilzeitbeschäftigung hat das 2001 in Kraft getretene Teilzeit- und Befristungsgesetz. Dieses Gesetz hat insbesondere zum Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Verwirklichung individueller Lebenspläne zu erleichtern.