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Fr 28.05.2010

Initiativen zur Berufswahl von Frauen und Männern

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Obwohl junge Frauen vielfach höhere Bildungsabschlüsse und bessere schulische Leistungen als junge Männer aufweisen, schöpfen sie ihre Potenziale nicht aus. Für die erfolgreiche Teilnahme am Erwerbsleben ist die Wahl des richtigen Ausbildungsberufs oder des richtigen Studienfachs eine Voraussetzung. Von den Ausbildungsanfängerinnen im Jahr 2005 starteten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 54,8 Prozent in nur zehn Ausbildungsberufen. Dabei stand der Beruf der Arzthel­ferin an erster Stelle, gefolgt von Bürokauffrau, zahnmedizinische Fachangestellte und Friseurin. Umgekehrt treffen Jungen ebenso eine geschlechts­spezifische Berufswahl, indem sie klassische "Frauenberufe" meiden.

Das Bild zeigt den Schriftzug "Neue Wege für Jungs"

Besonders zukunftsträchtige technisch-naturwissenschaftliche Studienfächer werden immer noch überwiegend von männlichen Studierenden gewählt. Zwar ist der Frauenanteil in den technischen Kernfächern in den letzten Jahren deutlich gestiegen, gleichwohl sind Frauen dort immer noch deutlich unterrepräsentiert. Die Anzahl der Studienanfängerinnen in der Informatik ist in den letzten Jahren sogar gesunken. Insoweit ist auch in vielen Berufsgruppen immer noch eine ausgeprägte Geschlechterkonzentration festzustellen.

Die Bundesregierung fördert eine Reihe von Maßnahmen, die zum Teil auch in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft durchgeführt werden. Sie versuchen, junge Frauen zu motivieren, die traditionellen Bahnen der "Frauenberufe" zu verlassen, sich in ihrer Berufswahl breiter zu orientieren und gerade auch technische Ausbildungsrichtungen in Betracht zu ziehen. Hierzu gehört unter anderem der Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag. Dieser bundesweite Aktionstag soll Mädchen insbesondere techniknahe Berufe näher bringen, die als "mädchenuntypisch" gelten. Parallel dazu fördert die Bundesregierung mit "Neue Wege für Jungs" ein Projekt, das hilft, das Berufswahlspektrum von Jungen zu erweitern, traditionelle männliche Rollenbilder zu flexibilisieren und Sozialkompetenzen von Jungen zu stärken.