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Mi 02.06.2010

Nationale Gleichstellungspolitik

Gleichstellungspolitik hat viele Facetten, denn Frauen und Männer haben vielfältige Rollen, Lebenserfahrungen und Lebensvorstellungen. Gleichstellungspolitik berücksichtigt diese Vielfalt, sie nimmt die Unterschiede der Lebensläufe von Frauen und Männern in den Blick.

Gleichstellung muss im politischen Alltagsgeschäft aller Ministerien Berücksichtigung finden. Sozialpolitik, Bildungspolitik, Entwicklungspolitik - überall finden sich Inhalte und Aufgaben, die durch die Berücksichtigung der unterschiedlichen Auswirkungen auf Frauen und Männer zielgenauer, passgenauer und gesellschaftspolitisch wirksamer werden. Im internationalen Raum hat sich für einen solchen alle Handlungsfelder umfassenden vorausschauenden Ansatz der Gleichstellungspolitik der Begriff des Gender Mainstreaming etabliert. Dieser Ansatz wird als Leitprinzip Geschlechtergerechtigkeit bezeichnet.

Die moderne Verwaltung kann durch geschlechtssensible Wirkungsanalysen, durch eine bessere geschlechtsspezifische Gesetzesfolgenabschätzung oder durch zielgenaue geschlechtsspezifische Steuerung ihre Zielerreichung optimieren. Die Bundesregierung hat dazu Arbeitshilfen entwickelt, die praxisnah Anregungen und Hinweise geben, wie Gleichstellung die Arbeitsergebnisse sowohl in der Breite als auch in der Tiefe erfolgreich ergänzt.