http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=73034.html

Mi 06.03.2013

Genitale Verstümmelung bei Frauen und Mädchen

Die Bundesregierung setzt sich seit vielen Jahren für die Bekämpfung der genitalen Verstümmelung von Mädchen und Frauen ein. Erst in den letzten Jahren wächst in der Öffentlichkeit das Bewusstsein dafür, dass aufgrund von Migrationsprozessen auch innerhalb der deutschen Gesellschaft eine Auseinandersetzung mit diesem Problem notwendig ist. Genaue Zahlen, wie viele von Genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen in Deutschland leben, gibt es nicht.

Die gesundheitlichen und psychischen Folgen einer genitalen Verstümmelung sind oft sehr schwerwiegend und äußerst langwierig und erfordern bei medizinischen Fachkräften neben gutem Fachwissen eine besondere Sensibilität für die soziale und psychische Situation der Betroffenen. Daher richtet die Bundesregierung ihre Öffentlichkeitsarbeit schwerpunktmäßig auf die Zielgruppe der Fachleute (Ärzteschaft, Beratung) als wichtige Multiplikatoren aus.

Entscheidend ist die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern. Die Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit geben aber auch für die Frage, mit welchen Mitteln die genitale Verstümmelung in Deutschland wirksam angegangen werden kann, wichtige Impulse. Daher hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Mitarbeit von Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen, die prüft, mittels welcher Maßnahmen weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland wirksam bekämpft werden kann.


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