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Mi 06.03.2013

Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel

Um die Bekämpfung des Frauenhandels besser zu koordinieren, hat die Bundesregierung im Frühjahr 1997 die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Frauenhandel (unter Anpassung an den internationalen und europäischen Sprachgebrauch seit November 2012: Bund-Länder-Arbeitsgruppe Menschenhandel) eingerichtet. Dieser gehören die zuständigen Bundesressorts, das Bundeskriminalamt sowie Vertretungen der Länder und Nichtregierungsorganisationen an.

Zu den Aufgaben der Bund-Länder-Arbeitsgruppe gehören:

  • ein kontinuierlicher Informationsaustausch über die vielfältigen Aktivitäten in den Bundesländern sowie in den nationalen und internationalen Gremien,
  • eine Analyse der konkreten Probleme bei der Bekämpfung des Menschenhandels,
  • die Erarbeitung von Empfehlungen und gegebenenfalls gemeinsamen Aktionen zur Bekämpfung des Menschenhandels.

Zu den konkreten Ergebnissen zählen unter anderem:

  • die Erarbeitung eines Kooperationsmodells für einen speziellen Zeuginnenschutz für Frauen, die nicht in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden können oder wollen, das Grundlage entsprechender Modelle in den Bundesländern ist.
  • die Erarbeitung einer Empfehlung für die Bundesländer zum Anwendungsbereich des Opferentschädigungsgesetzes für Opfer von Menschenhandel,
  • die Erarbeitung einer Handreichung zur Zulassung von ausländischen Arbeitnehmerinnen zum Arbeitsmarkt im Rahmen von Zeugenschutzprogrammen der Länder,
  • die Durchführung von speziellen Fortbildungen des Bundeskriminalamtes im Bereich der Polizei,
  • die Erarbeitung eines "Arbeitspapiers zur Standardisierung der Aus- und Fortbildung im Bereich Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung".