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Fr 18.03.2016

Equal Pay Day: Elke Ferner fordert mehr Lohngerechtigkeit

Mehr Lohngerechtigkeit hat Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, am 18. März auf der Equal Pay Day Kundgebung am Brandenburger Tor gefordert. Die Kundgebung stand unter dem Motto: Frauen haben das "Recht auf mehr".

Zusammen mit den Veranstaltern, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Sozialverband Deutschland und dem Deutschen Frauenrat, setzt sich das Bundesfrauenministerium für eine gerechte Arbeitswelt ein, in der Frauen gleichberechtigt teilhaben und gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit erhalten.

"Obwohl der Gender Pay Gap 2015 um einen Prozentpunkt gesunken ist und nun bei 21 Prozent liegt, können wir damit ganz und gar nicht zufrieden sein", stellte Elke Ferner klar.

Ursachen für den Lohnunterschied

Die vielfältigen Ursachen für den Lohnunterschied sind bekannt: Frauen arbeiten häufiger im Niedriglohnsektor, eher in kleinen Betrieben ohne Tarifbindung und seltener in Führungspositionen. Sie tragen den größten Teil der Familienarbeit, sind oft Teilzeit erwerbstätig mit allen Konsequenzen für Rente und Aufstiegschancen und ihre Arbeit erfährt häufig nicht die verdiente Wertschätzung. Elke Ferner: "Aus diesem Grund gibt es auch nicht die eine Maßnahme, die die Lohnschere auf einen Schlag schließt."

Vieles wurde in dieser Legislaturperiode schon geleistet: Der Ausbau der Kindertagesbetreuung wird fortgesetzt, das 2007 eingeführte Elterngeld wurde um das ElterngeldPlus erweitert, die Familienpflegezeit weiter verbessert. Das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen schafft Karriereperspektiven für Frauen. Und auch das Vorhaben für ein Pflegeberufsgesetz ist ein wichtiger Schritt für die Aufwertung der Arbeit im sozialen Bereich. Folgen muss der im Koalitionsvertrag vereinbarte gesetzliche Anspruch auf befristete Teilzeitarbeit, das heißt ein Rückkehrrecht zur früheren Arbeitszeit.

Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit

"Wir haben auf dem Weg zu mehr Lohngerechtigkeit schon wichtige Schritte gemacht! Der nächste Schritt ist unser Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit. Damit es nicht dem Zufall überlassen ist, ob Frauen von ungerechter Bezahlung erfahren, führen wir einen individuellen Auskunftsanspruch ein. Außerdem legen wir Verfahren zur Überprüfung und Herstellung von Entgeltgleichheit in den Unternehmen fest. Dies und Berichtspflichten für große Unternehmen sind die Hebel, die wir brauchen, um das Gebot des gleichen Entgelts für gleiche und gleichwertige Arbeit in der Realität endlich durchzusetzen", sagte Elke Ferner.

Equal Pay Day

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1.1. für ihre Arbeit bezahlt werden. Der diesjährige Equal Pay Day am 19. März 2016 mit dem Titel "BERUFE MIT ZUKUNFT – Was ist meine Arbeit wert?" zielt neben der gesellschaftlichen vor allem auf die monetäre Aufwertung von "frauentypischen Berufen" wie beispielsweise in der Erziehung und Pflege.

Am vom Verband Business Professional Women e.V. (BPW) initiierten Aktionstag sind bundesweit zahlreiche Veranstaltungen geplant. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Equal Pay Day seit 2008.