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Do 25.02.2016

Guter Start für Programm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas"

Ein halbes Jahr nach dem Start des Bundesmodellprogramms "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" haben sich die Projektträger am 25. Februar zu einem ersten Austausch über zentrale Herausforderung des Programms getroffen. Ihre erste Bilanz fiel positiv aus.

Es gibt viele Männer und Frauen, die mitten im Berufsleben stehen, aber gerne in den Beruf der Erzieherin beziehungsweise des Erziehers wechseln möchten. Diesen Wechsel können sich die meisten bisher aber nicht leisten, weil dieser eine dreijährige Unterbrechung im geregelten Einkommen und in der Alterssicherung bedeuten würde.

Lernen ohne Berufsunterbrechung ermöglichen 

Hier setzt das Programm "Quereinstieg - Männer und Frauen in Kitas" an. Für den Zeitraum vom 1. Juni 2015 bis zum Ende des Schuljahres 2020 stellt das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend insgesamt fast 34 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Gefördert werden Modellprojekte, die vergütete Ausbildungen von Erzieherinnen und Erziehern erproben und speziell auf Berufswechslerinnen und Berufswechsler zugeschnitten sind. Das Bundesprogramm hat zwei zentrale Ziele: Einerseits soll das lebenslange berufliche Lernen ohne Erwerbsunterbrechungen ermöglicht werden, andererseits soll der Beruf der frühkindlichen Erziehung noch stärker für Männer geöffnet werden.

Positive erste Bilanz

Aktuelle Berichte aus dem ersten Ausbildungsjahrgang des Modellprojekts machen Mut:Nicht nur die Vielfalt der 195 Teilnehmenden im Hinblick auf Alter, berufliche Vorerfahrungen, Herkunft und Lebensweisen ist erfreulich, sondern auch der hohe Männeranteil von 50 Prozent. Die Einführung von vergüteten Ausbildungsangeboten für den Erzieherberuf im schulischen Ausbildungssystem trifft auf breites Interesse, gerade bei Menschen mittleren Alters und vor allem auch bei Männern.

Im Sommer 2016 werden weitere Modellprojekte und Ausbildungsjahrgänge starten.