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Di 16.02.2016

Elke Ferner wirbt auf der Berlinale für mehr Gleichstellung im Film

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, Elke Ferner, besuchte am 15. Februar auf der Berlinale das Multimediazelt "Bubble" der Initiative Pro Quote Regie, um sich dort mit Regisseurinnen auszutauschen. Filmemacherinnen berichteten auf dem Podium aus der Praxis, beschrieben ihre Erfahrungen und die Schwierigkeiten, auf die sie in der eher männlich dominierten Branche stoßen.

"Wie in vielen anderen uns bekannten Bereichen wird die Arbeit von Regisseurinnen und deren Qualität immer wieder mit anderen Maßstäben gemessen als die von Regisseuren. Das muss sich ändern!", sagte Elke Ferner. "Daher unterstütze ich die Forderungen von Pro Quote Regie nach mehr Gleichstellung von Frauen im Film ausdrücklich."

Forderungen nach mehr Gleichstellung im Filmbereich

Dank des Zuspruchs von prominenten Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus der Filmbranche und einer Förderung durch das Bundesfrauenministerium konnten einige der Forderungen von Pro Quote Regie nach mehr Gleichstellung von Frauen im Filmbereich bereits umgesetzt werden. So etwa eine 20 Prozent Quote für Regisseurinnen für einige Sendeplätze der ARD, darunter der sonntägliche Tatort.

Elke Ferner diskutierte mit Christian Becker, Maya Götz, Hannah Pilarczyk, Roland Zag und Karola Wille in der Akademie der Künste
ZoomBildnachweis: Dietmar GustElke Ferner diskutierte mit (von links) Christian Becker, Maya Götz, Hannah Pilarczyk, Roland Zag und Karola Wille in der Akademie der Künste
Am 16. Februar hat Elke Ferner an einer weiteren Veranstaltung von Pro Quote Regie teilgenommen: an einer Podiumsdiskussion in der Akademie der Künste zum Thema "Qualität versus Quote oder Qualität durch Quote?". Mit dabei waren Produzent Christian Becker, Medienwissenschaftlerin Dr. Maya Götz, Journalistin Hannah Pilarczyk (Moderation), Dramaturg Roland Zag und Dr. Karola Wille, ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin.

Pro Quote Regie auf der Berlinale

Die Initiative Pro Quote Regie  ist ein Zusammenschluss von über 340 Regisseurinnen in Deutschland. Während der 66. Internationalen Filmfestspiele in Berlin vom 11. bis 21. Februar 2016 ist Pro Quote Regie  in einer sogenannten "Bubble" am Potsdamer Platz mit zahlreichen Aktionen präsent. Die Initiatorinnen wollen damit auf ihre Situation aufmerksam machen, Bewusstsein schaffen und sich international vernetzen.