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Mi 14.05.2014

Bundesministerium setzt Zeichen für gesellschaftliche Vielfalt

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 14. Mai im Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend einen "Regenbogenkuchen" entgegengenommen. Durch den Anschnitt des Kuchens will sie ein Zeichen gegen Homophobie und Transphobie setzen und Initiativen unterstützen, die sich für ein gesellschaftliches Klima der Offenheit einsetzen und Diskriminierung bekämpfen:  "Unsere Gesellschaft ist vielfältig, und die Art und Weise wie wir leben, welche Lebensentwürfe wir haben ebenso. Die Frage der sexuellen Orientierung darf keine Rolle mehr spielen", sagte Manuela Schwesig.

Der Anschnitt des Regenbogenkuchens ist Teil der Aktion "Kiss Kiss Berlin", die das Projekt MANEO rund um den Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai durchführt. Manuela Schwesig begrüßte die Initiatoren der Aktion und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihres Ministeriums. Anschließend schnitt sie gemeinsam mit dem MANEO-Projektleiter Bastian Finke den Kuchen an und verteilte ihn an die über 100 Gäste.

"Wir setzen hiermit ein klares Zeichen, dass wir in Deutschland für eine Gesellschaft der Vielfalt stehen“, sagte die Ministerin. "Und jetzt sind wir alle gespannt, wie dieses Zeichen schmeckt." Gestiftet wurde die Buttercremetorte vom Park Inn Hotel in Berlin.

Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie

Der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie findet jährlich am 17. Mai statt. Seit 2005 wird an diesem Tag mit vielfältigen Aktionen für Respekt gegenüber Homo-, Bi- und Transsexuellen  geworben. Das Datum erinnert an den 17. Mai 1990, als die Weltgesundheitsorganisation beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnosekatalog der psychischen Erkrankungen zu streichen.

"Eine offene Gesellschaft entsteht nicht per Verordnung. Sie entsteht durch das Miteinander von Menschen", sagte Manuela Schwesig. "Da ist jede und jeder gefragt. Überall dort wo Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, angefeindet, schief angeschaut oder gar angegriffen werden, besteht Handlungsbedarf - in Deutschland, in Europa, weltweit. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung und Aufgabe."

MANEO - Das schwule Anti-Gewalt Projekt

Das schwule Anti-Gewalt Projekt MANEO wurde 1990 als eigenständiges Projekt von Mann-o-Meter e. V.  in Berlin gegründet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten jährlich über 300 Betroffene von Gewalt und Diskriminierung. Darüber hinaus erfasst die Initiative homophobe Gewalttaten in der Hauptstadt und leistet präventive Öffentlichkeitsarbeit.

Seit 2006 setzt sich MANEO rund um den Tag gegen Homophobie und Transphobie mit vielfältigen Aktionen unter dem Motto "Kiss Kiss Berlin" für gesellschaftliche Vielfalt ein.