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Mo 17.09.2012

Projekt "Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und den Wohneinrichtungen"

In dem dreijährigen Modellprojekt "Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung und den Wohneinrichtungen" (Oktober 2008 bis Mai 2011) wurden Frauen mit Lernschwierigkeiten aus 16 verschiedenen Einrichtungen geschult und während der Projektlaufzeit unterstützt, um in ihrer Werkstatt oder ihrem Wohnheim die Aufgabe als Frauenbeauftragte wahrnehmen zu können. Das Projekt wurde vom Bundesfamilienministerium gefördert und von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen Weibernetz e. V. sowie Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e. V. durchgeführt.

Neben Frauen mit Lernschwierigkeiten wurden auch Unterstützerinnen für die Frauenbeauftragten geschult. Sie arbeiten entweder im Bereich des Sozialen Dienstes der Einrichtungen oder wurden als externe Honorarkraft speziell für diese Aufgabe hinzugezogen. Die Projektergebnisse haben gezeigt, dass Frauen mit Behinderungen erfolgreich dazu befähigt werden können, in ihren Werkstätten und Wohnheimen die Aufgabe einer Frauenbeauftragten wahrzunehmen. Ihre Tätigkeit in den Werkstätten und Wohneinrichtungen für behinderte Menschen trägt nicht nur dazu bei, dass sie die Mitbewohnerinnen und Kolleginnen gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt besser schützen können, sondern führt auch darüber hinaus zu Verbesserungen in den Einrichtungen. Die Ergebnisse des Modellprojektes zeigen: Frauen mit Lernschwierigkeiten haben oft einen besseren, direkteren Zugang zu den Frauen in den Einrichtungen als pädagogisches Personal.

Im Rahmen des Projekts "Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung und den Wohneinrichtungen" wurde eine Broschüre mit den Projektergebnissen und ein Plakat in Leichter Sprache zu den Rechten von Frauen in Einrichtungen und den Aufgaben von Frauenbeauftragten erstellt.


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