http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=185790.html

Do 19.04.2012

Gesundheitliche Versorgung von gewaltbetroffenen Frauen

Vor allem Ärztinnen und Ärzte sind oft die ersten Ansprechpartner von gewaltbetroffenen Frauen. Ihnen kommt daher eine Schlüsselrolle bei der Versorgung von Gewaltopfern zu. Sie behandeln nicht nur die akuten Verletzungsfolgen, sondern müssen vor allem auch Gewalt als Ursache von chronischen Gesundheitsproblemen erkennen und diese abhängig von ihren Ursachen wirksam behandeln können.

Ärzte und Ärztinnen können außerdem den betroffenen Frauen weiterführende Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Maßnahmen im Gesundheitsbereich gehören zu den Schwerpunkten des "Aktionsplan II der Bundesregierung zur Bekämpfung der Gewalt an Frauen". Ziel ist es, das medizinische Personal im Umgang mit gewaltbetroffenen Patientinnen zu unterstützen und ihnen mehr Handlungssicherheit zu vermitteln.

Medizinisches Personal sensibilisieren

Wichtige Maßnahmen zur Etablierung eines Programms zur Gesundheitsintervention im Bereich der Krankenhäuser hat das Bundesfamilienministerium in Kooperation mit dem Berliner Verein Signal e.V. durchgeführt. Dazu gehören die Erstellung eines Praxishandbuchs für stationäre Einrichtungen zum Signal-Interventionsprogramm, die Entwicklung eines Fortbildungscurriculums sowie die Durchführung von darauf aufbauenden Seminaren für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsversorgung und Lehrende.


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