Mi 14.03.2012
Am 14. und 15. März tagt der Beirat Jungenpolitik zum vierten von insgesamt sechs Malen. Die vierte Sitzung findet in Köln statt, dem Wohnort eines der jugendlichen Beiratsmitglieder, das vor Ort seine persönliche Lebenswelt vorstellen wird. Er engagiert sich als Fußballschiedsrichter und im Bereich der Gewaltprävention.
Neben Gewaltprävention sowie dem Engagement in der Schule und im Sport geht es in der vierten Beiratssitzung auf Wunsch der jugendlichen Mitglieder auch um die Themen Berufswahl und Ausbildung. Fühlen sich Jungen ausreichend auf ihre Ausbildung vorbereitet? Welche Kriterien beeinflussen ihre Berufswahl? Sehen sich Jungen auch heute noch als spätere Familienernährer? Diese und ähnliche Fragen werden beim Treffen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen.
Die Schwerpunktthemen, die sich der Beirat setzt, ergeben sich aus den Ergebnissen der gleichzeitig laufenden Studie zu lebensweltbezogenen Fokusgruppen mit gleichaltrigen Jungen und Mädchen. Zusätzlich dazu werden Aspekte aus der Lebenswelt der Mitglieder aufgegriffen und vertieft.
Der Beirat ist paritätisch aus erwachsenen und jugendlichen Mitgliedern zusammengesetzt und hat damit methodisches Neuland betreten. Er spricht nicht nur über Jungen, sondern auch mit ihnen. Der Beirat Jungenpolitik wurde Anfang 2011 von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ins Leben gerufen. Ziel ist, die Vielfalt der Lebensentwürfe von Jungen und ihre Vorstellungen zum Thema Männlichkeit zu erkunden. Der wissenschaftliche Abschlussbericht, der auch Empfehlungen für eine an den Erkenntnissen orientierte Jungenpolitik enthalten wird, soll im Frühjahr 2013 veröffentlicht werden.