Fr 09.12.2011
Der Beirat von Logib-D hat am 8. Dezember 50 weitere Unternehmen für eine kostenlose Analyse der eigenen Entgeltstruktur ausgewählt. Logib-D ("Lohngleichheit im Betrieb - Deutschland") ist ein Instrument für die betriebliche Praxis, mit dem Unternehmen schnell und anonym ihre Entgeltstruktur analysieren können.
Damit kann die Höhe des durchschnittlichen Unterschieds der Monatsgehälter weiblicher und männlicher Beschäftigter für den Betrieb insgesamt und für einzelne Standorte ermittelt werden. Gleichzeitig können verschiedene Einflussfaktoren und Ursachen dieses Unterschieds analysiert werden, die Ansatzpunkte für Veränderungsmöglichkeiten bieten.
Das Bundesfamilienministerium stellt für insgesamt 200 Unternehmen in den Jahren 2010 bis 2012 solche standardisierten Beratungspakete zur Verfügung. Bisher konnten über 90 Unternehmen von der Beratungsleistung profitieren.
Logib-D zum Best-Practice-Instrument ausgewählt
Am 5. und 6. Dezember trafen sich 60 Vertreter und Vertreterinnen aus 18 EU-Mitgliedsstaaten in Berlin zu einem europäischen Austausch von guten Praktiken bei der Überwindung der geschlechterbedingten Lohnlücke. Die internationale Konferenz wurde auf Wunsch der Europäischen Kommission veranstaltet. Sie hat die europäischen Nachbarländer nach Berlin eingeladen, um über den deutschen Selbstcheck Logib-D und das österreichische Transparenzgesetz zu diskutieren. Beide Instrumente wurden als Best-Practice zur Reduzierung der betrieblichen Lohnlücke ausgewählt.