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Mi 23.03.2011

Kristina Schröder: "Ausbildung zum Erzieher ist für Männer attraktiv"

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat am 23. März die Bundeswehrfachschule in Berlin besucht. Dort werden derzeit 150 Zeitsoldateninnen und -soldaten zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern ausgebildet. "Der sehr hohe Männeranteil von 90 Prozent in der Erzieherausbildung und die hervorragenden Aussichten auf einen Arbeitsplatz zeigen: Die Ausbildung zum Erzieher ist für Männer attraktiv – und männliche Erzieher sind für den Arbeitsmarkt attraktiv", sagte Kristina Schröder. Nach durchschnittlich 18 Monaten haben alle Auszubildenden eine Arbeitsstelle.

"Es ist mir ein großes Anliegen und es ist für die Kinder wichtig, dass sie schon in der Kita und im Kindergarten männliche und weibliche Bezugspersonen haben", sagte die Bundesfamilienministerin. "Jedoch bleibt dies heute leider vielen Kindern in der Kita oder im Kindergarten verwehrt. Der Anteil männlicher Erzieher liegt hier noch immer bei deutlich unter drei Prozent. Daher habe ich die Initiative 'Männer in Kitas' gestartet", so Kristina Schröder.

Während ihres Besuchs der Bundeswehrfachschule sprach die Bundesfamilienministerin mit Studierenden und Absolventen sowie mit Leiterinnen und Leitern von Kitas, die ehemalige Studierende der Bundeswehrfachschule beschäftigen. Neben Fragen zu geschlechtsspezifischen Inhalten der Ausbildung und der Auseinandersetzung mit dem Beruf wurde die Frage erörtert, was Männer motivieren könnte, künftig verstärkt den Beruf des Erziehers zu ergreifen.

Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas"

Das Modellprogramm "MEHR Männer in Kitas" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend soll die Erhöhung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten voran bringen. Erklärtes Ziel des Programms ist es, das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken. Durch die Erprobung innovativer Modellprojekte soll das Modellprogramm mittel- und langfristig dazu beitragen, den Anteil männlicher Erzieher in Kitas um 20 Prozent zu erhöhen.

Das Programm ist ab 2011 an bundesweit 16 Standorten mit einer Laufzeit von drei Jahren gestartet. Info-Busse, Schüler-Praktika, Schnuppertage, Freiwilligendienste und Mentorenprogramme, aber auch eine qualitative Einbindung von beruflichen Quereinsteigern, aktive Väterarbeit sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema "Geschlecht" im Kita-Team sollen dazu beitragen, mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen.