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Fr 12.11.2010

Beirat für Jungenpolitik einberufen

Die Bundesregierung beruft erstmals einen Beirat für Jungenpolitik ein. Am 12. November stellte Kristina Schröder die Mitglieder für das neue Gremium vor. Die Bundesfamilienministerin betonte: "Politik der Chancengleichheit muss die Bedürfnisse beider Geschlechter berücksichtigen."

"Wir müssen deshalb die klassische Gleichstellungspolitik zu einer Politik der Chancengleichheit erweitern, die die Bedürfnisse beider Geschlechter berücksichtigt", so Kristina Schröder weiter. "Fakt ist: Jungs besuchen häufiger die Hauptschule und seltener das Gymnasium. Sie bleiben häufiger sitzen und verlassen häufiger die Schule ohne Schulabschluss. Deshalb werde ich einen Beirat für Jungenpolitik einsetzen, der sich mit der Frage der Chancengleichheit für Jungs befasst. Ich freue mich sehr, heute die Mitglieder des neuen Beirats Jungenpolitik vorstellen zu können. Sie werden ihre Kenntnisse und Kompetenzen einbringen, damit wir zukünftig auch Jungen optimal fördern können."

Der Beirat Jungenpolitik besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikern der Jungenarbeit. Als Experten in eigener Sache kommen sechs männliche Jugendliche hinzu. Sie werden derzeit ausgewählt und anlässlich der konstituierenden Sitzung des Beirats im ersten Quartal 2011 vorgestellt. Hauptaufgabe des Beirats ist es, die Politik zu beraten und Anregungen für geeignete politische Programme zu entwickeln. Der Beirat wird unter anderem die Lebenswelten der Jungen vor Ort erkunden und 2013 einen Abschlussbericht vorlegen.