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Mi 04.04.2012

Forschungsprojekt zur vertraulichen Geburt

Mit der Studie "Anonyme Geburt und Babyklappen in Deutschland - Fallzahlen, Angebote, Kontexte" wurden erstmals grundlegende Informationen zur Häufigkeit, der momentan gängigen Praxis der Betreibung von Babyklappen und der Durchführung anonymer Geburten erfasst. Außerdem wurden die Erfahrungen der Jugendämter, der Betreiber und der Nutzerinnen einbezogen. Die Ergebnisse zeigen den komplexen Hilfebedarf von Frauen in besonders konfliktreichen und kritischen Situationen. Sie liefern Hinweise darauf, welche Beratungs- und Hilfeangebote diese Schwangeren besser vorbeugend unterstützen können.

Gesetzliche Regelungen für vertrauliche Geburt

Auf Grundlage der Studienergebnisse plant das Bundesfamilienministerium baldige gesetzliche Regelungen, die auf die beobachteten Defizite reagieren und die rechtssichere Hilfe verbessern sollen. Durch das Angebot der vertraulichen Geburt soll auch Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlichen, ermöglicht werden, ihr Kind in einem Krankenhaus zur Welt zu bringen. Gleichzeitig soll dafür gesorgt werden, dass die Kinder die Chance haben, später ihre eigene Identität festzustellen.

Die vom Bundesfamilienministerium beim Deutschen Jugendinstitut (DJI) in Auftrag gegebene Studie wurde von Juli 2009 bis Oktober 2011 durchgeführt. Der Abschlussbericht zur Studie steht seit Februar 2012 zur Verfügung und ist auf der Projektseite des DJI abrufbar.