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Do 18.10.2012

Die Bausteine des Aktionsprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" im Überblick

Das Bundesfamilienministerium führt das Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" seit März 2008 gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und anderen Kooperationspartnern durch, um Frauen und Männer bei einem perspektivreichen Wiedereinstieg in das Berufsleben nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung zu unterstützen.

Das Aktionsprogramm setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

  • Auf dem sogenannten Lotsenportal www.perspektive-wiedereinstieg.de finden Frauen und Männer konkrete Informationen
  • Mit dem Wiedereinstiegsrechner, der über das Lotsenportal zu erreichen ist, kann der wirtschaftliche Vorteil des beruflichen Wiedereinstiegs berechnet werden.
  • An 10 bundesweiten Modellstandorten des ESF-Modellprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" erhalten Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger bedarfsgerechte Beratung und Unterstützung im Wiedereinstiegsprozess.
  • Im Rahmen einer Kooperation mit dem sozialen Netzwerk XING werden Frauen und Männer beim Aufbau eines beruflichen Netzwerks im Internet unterstützt.
  • Eine Programmevaluation erfolgt durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
  • Im Netzwerk "Perspektive Wiedereinstieg" wird der Wissensaustausch zu Projekten, die sich dem Thema Wiedereinstieg in den Beruf widmen, moderiert und koordiniert.
  • Initiierung und Verstärkung politischer Vernetzungsprozesse - zum Beispiel mit den Programmen und Initiativen der Länder - mit dem Ziel, flächendeckende Beratungsstrukturen für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger aufzubauen.

Wiedereinsteigerinnen finden auf dem Lotsenportal die nächst gelegene Beratungsstelle und Hinweise auf Veranstaltungen von Bund, Ländern und Kommunen sowie der Bundesagentur für Arbeit in ihrer Region.

Modellprogramm "Perspektive Wiedereinstieg"

Unter dem Dach des Aktionsprogramms ist am 1. März 2012 die 2. Programmphase des Modellprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" gestartet. Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden Projektträger an zehn Standorten dabei unterstützt, Frauen und Männern nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu erleichtern.

Ziel des Programms ist es, die Unterstützung durch (Ehe-)Partner, Arbeitgeber, Arbeitsagenturen und haushaltsnahe Dienstleister zu aktivieren, sodass der Wiedereinstieg in eine qualifikationsadäquate und vollzeitnahe Tätigkeit, auch nach mehreren Jahren familienbedingter Erwerbsunterbrechung, nachhaltig gelingt. Bei der Begleitung der Wiedereinsteigerinnen, ihrer Partner, Familien und (potenziellen) Arbeitgeber sollen modellhafte Ansätze erprobt werden.

Städte und Kommunen, Verbände, Vereine und Initiativen, die den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach der Erwerbsunterbrechung erleichtern und fördern, werden bei der Ausrichtung von Infobörsen für Frauen mit Hilfe eines Leitfadens  unterstützt. Insbesondere der "Infotag Wiedereinstieg" auf regionaler Ebene informiert über alles Wissenswertes zum Thema.

Berufliche Netzwerke

Berufliche Netzwerke im Internet bieten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Stellenangebote zu finden und sich fachlich auszutauschen. Das Bundesfamilienministerium veranstaltet gemeinsam mit dem Sozialen Netzwerk XING Trainings, um Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger beim Aufbau eines virtuellen beruflichen Netzwerks zu unterstützen.

Die wissenschaftliche Begleitforschung zum Thema Wiedereinstieg bildet einen weiteren Kernbereich des Aktionsprogramms. Das ESF-Programm wird vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung evaluiert.

Im Netzwerk Perspektive Wiedereinstieg tauschen sich die Projektbeteiligten des Aktionsprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" aus. Es treibt auch die politische Vernetzung voran und bietet eine Plattform für weitere Akteure aus dem Bereich Wiedereinstieg, zum Beispiel aus Initiativen und Programmen der Länder.