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Do 16.04.2015

Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg"

Mit dem Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" unterstützt die Bundesregierung Frauen und Männer, die familienbedingt mehrere Jahre aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind oder ihre Arbeitszeit verringert haben, bei einem perspektivreichen Wiedereinstieg in das Berufsleben oder der Ausdehnung der bisherigen Erwerbstätigkeit.

Seit März 2008 führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Aktionsprogramm mit der Bundesagentur für Arbeit und anderen Kooperationspartnern durch. Im Aktionsprogramm werden Angebote und Initiativen gebündelt und der Austausch mit Ländern und Verbänden gefördert.

Faire Einkommensperspektiven schaffen

Familienbedingte Erwerbsunterbrechungen betreffen hauptsächlich Frauen, vor allem in den alten Bundesländern. Ziel des Bundesfamilienministeriums ist es, faire Einkommensperspektiven zu schaffen und die Erwerbstätigkeit von Frauen sowohl quantitativ als auch qualitativ über die ganze Erwerbsbiografie hinweg zu stärken. Der Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Denn wenn der Wiedereinstieg zum Beispiel mit 40 Jahren gelingt, haben Wiedereinsteigerinnen noch 27 Jahre bis zum Renteneintritt und damit Möglichkeiten für berufliche Perspektiven und eine spürbare Verbesserung der eigenen Alterssicherung.

Ziele des Aktionsprogramms:

  • Frauen nach mehrjähriger familienbedingter Erwerbsunterbrechung (Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen) beim Wiedereinstieg mit Perspektive unterstützen und so einen wichtigen Beitrag zu fairen Einkommensperspektiven im Lebensverlauf leisten
  • Unternehmen und Betriebe für das Potenzial der Wiedereinsteigerinnen sensibilisieren, auch vor dem Hintergrund der Sicherung der Fachkräftebasis
  • Auf lokaler Ebene die Rahmenbedingungen für einen gelingenden Wiedereinstieg verbessern
  • Männer dafür gewinnen, ihre (Ehe-)Partnerinnen im Prozess des Wiedereinstiegs aktiv zu entlasten und Verantwortung für Aufgaben in Familie und Haushalt zu übernehmen. Durch die Sensibilisierung für die Inanspruchnahme  haushaltsnaher Dienstleistungen Zeit für Wiedereinstieg schaffen und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fördern.