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Mo 26.03.2012

Freiwilligendienste aller Generationen

Von Anfang 2009 bis Ende 2011 hat das Bundesfamilienministerium die bundesweite Etablierung der verbindlich organisierten unentgeltlichen Freiwilligendienste aller Generationen mit Bundesmitteln von insgesamt rund 16 Millionen Euro unterstützt.

8.400 Freiwillige mit unterschiedlichem kulturellem oder sozialem Hintergrund - Jung und Alt - haben sich beteiligt. Auffallend große Resonanz haben die Freiwilligendienste aller Generationen bei Menschen zwischen 45 und 69 Jahren gefunden, darunter 64 Prozent Freiwillige älter als 50 Jahre.

Das Bundesfamilienministerium stellt mit dem Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II eine Infrastruktur zur Verfügung, die bedarfsgerecht auch von den Freiwilligendiensten aller Generationen genutzt werden kann. Mit 450 Standorten bieten die im Rahmen des Aktionsprogramms geförderten Einrichtungen eine Plattform für die Nutzung und Weiterentwicklung der Handlungsansätze der Freiwilligendienste aller Generationen.

Die Freiwilligendienste aller Generationen zeichneten sich durch ein attraktives Profil aus. Sie ermöglichten ein hohes Maß an Flexibilität in einem klaren Rahmen.

  • Alter: Jede und Jeder kann einen Freiwilligendienst aller Generationen nach Erfüllung der Schulpflicht leisten.
  • Dauer und Umfang: Die Freiwilligen engagieren sich mindestens acht Stunden pro Woche für wenigstens sechs Monate.
  • Schriftliche Vereinbarung: Das Profil des Dienstes sieht eine schriftliche Vereinbarung zwischen Freiwilligen, Trägern und Einsatzstellen vor. Sie verleiht der Verbindlichkeit des Dienstes Ausdruck.
  • Träger: Einrichtungen zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger sowie kirchlicher Zwecke oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts können Träger eines Freiwilligendienstes aller Generationen sein.
  • Vielfältige Einsatzfelder: Die Einsatzfelder decken alle Engagementbereiche ab. Sie reichen von der Kinder- und Jugendbetreuung über die Pflege von Seniorinnen und Senioren, der Unterstützung von Menschen mit Behinderung bis hin zu relativ neuen Feldern, wie Kultur, Migration sowie Umwelt- und Naturschutz.
  • Qualifizierung: Die Trägerorganisation stellt die Qualifizierung der Freiwilligen und der sie anleitenden Fachkräfte sicher. Die Freiwilligen bekommen Fort- und Weiterbildung im Mindestumfang von durchschnittlich 60 Stunden pro Jahr.
  • Kontinuierliche Begleitung: Der Träger sorgt für eine kontinuierliche Begleitung der Freiwilligen durch das kompetente Personal der Organisation.
  • Gesetzliche Unfallversicherung: Für die Freiwilligen besteht Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung, §2 Abs. 1a SGB VII. Die schriftlichen Vereinbarungen sind Voraussetzung für den Unfallversicherungsschutz.
  • Haftpflichtversicherung: Der Träger muss die Haftpflichtversicherung der Freiwilligen sicherstellen. Für Freiwillige, die nicht für einen bestimmten Träger aktiv werden, treten die Sammelhaftpflichtversicherungen der Länder ein.