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Mo 25.01.2016

Bundesfamilienministerium startet Engagementstrategie

Der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Ralf Kleindiek, hat am 25. Januar die neue Engagementstrategie gestartet, die das Bundesfamilienministerium in den letzten sechs Monaten zusammen mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft erarbeitet und formuliert hat.

"Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend versteht sich auch als Engagementministerium. Wir sehen es als unsere Aufgabe, bürgerschaftliches Engagement mit guten Rahmenbedingungen zu unterstützen, nachhaltig zu fördern und die Anerkennungskultur weiter zu stärken", erklärte Dr. Ralf Kleindiek.

Infrastruktur für Engagement stärken

Als wichtiges Handlungsfeld definiert die Strategie vor allem die Stärkung der Engagement-Infrastruktur. Hier hat das Bundesfamilienministerium mit dem bundesweiten Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen" sowie dem Netzwerkprogramm "Engagierte Stadt" bereits erste wichtige Schritte getan. Aber auch die Stärkung der Anerkennungskultur von Engagement in der öffentlichen Wahrnehmung und die Verstetigung und Weiterentwicklung der Freiwilligendienste werden wichtige Schwerpunkte bleiben.

Zielgenaue Unterstützung

Zudem soll die Engagementforschung besser abgestimmt und eine ergebnisorientierte Engagementförderung sichergestellt werden. Dabei soll bürgerschaftliches Engagement in keiner Weise die Aufgaben der staatlichen Daseinsvorsorge ersetzen - vielmehr leistet es einen ganz eigenen und ganz wesentlichen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftspolitischer Herausforderungen. Zivilgesellschaftliches Engagement ist nicht nur freiwillig, es ist ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, das für alle in Deutschland lebende Menschen gilt. Dieses Recht will das Bundesfamilienministerium durch geeignete Rahmenbedingungen unterstützen.

Was die Engagementstrategie konkret bedeutet:

  • Eine neu eingerichtete Unterabteilung wird als fünfte zentrale Politiksäule im Bundesfamilienministerium genutzt, um Engagementpolitik in Deutschland fest zu verankern.
  • Mit Partnern wird systematisch nach gemeinsamen Lösungen und Vorhaben gesucht, die dann in einer vertrauensvollen Atmosphäre umgesetzt werden.
  • Die Engagement-Infrastruktur soll so gefördert werden, dass die finanziellen Mittel auch tatsächlich der lokalen, kommunalen Ebene zugutekommen, auf der das Engagement tatsächlich stattfindet.
  • Trotz der großen Bedeutung des Themas Flüchtlinge wird darauf geachtet, Engagementpolitik nicht darauf zu reduzieren, sondern alle gesellschaftlichen Veränderungen und daraus erwachsenden Herausforderungen im Blick zu behalten
  • Über alle Bevölkerungsgruppen und Einzelherausforderungen hinweg ist dem Bundesfamilienministerium wichtig, die Vereinbarkeit von Familie, Beruf, (Aus-) Bildung und Engagement als einem zentralen Faktor engagementpolitischen Gelingens zu unterstützen.