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Di 16.08.2011

Bewerbungsphase für Folgeprogramm der Mehrgenerationenhäuser abgeschlossen

Eine Gruppe von Menschen verschiedenen Alters unter dem Motto "Starke Leistung für jedes Alter" Angebote für mehrere Generationen Vergrößerte Ansicht des Bildes öffnet in externem Fenster

Am 12. August endete die Bewerbungsphase für das Folgeprogramm der Mehrgenerationenhäuser. Sowohl die Mehrgenerationenhäuser aus dem laufenden Aktionsprogramm als auch interessierte Einrichtungen, die bisher nicht partizipierten, konnten ihre Ideen und Konzepte zur Umsetzung der neuen Schwerpunkte und zur Etablierung der Mehrgenerationenhäuser in der lokalen Infrastruktur einreichen.

Da die Förderung für die ersten Häuser Ende 2011 ausläuft, hat das Bundesfamilienministerium ein Folgeprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro bis 2014 aufgelegt. Auf Grundlage eines Jury-Verfahrens und nach Beteiligung der Bundesländer wird das Ministerium entscheiden, welche Einrichtungen in das Folgeprogramm aufgenommen werden können. Die ausgewählten Häuser werden benachrichtigt und können im Herbst einen Zuwendungsantrag stellen, sofern die entsprechenden haushaltsrechtlichen Grundlagen geschaffen sind.

Das Konzept des neuen Aktionsprogramms basiert auf den Erfahrungen und Erkenntnissen, die in der ersten Programmphase gewonnen werden konnten. Der generationenübergreifende Ansatz und der niedrigschwellige und offene Zugang bleiben Charakteristika der Häuser.

Neue Schwerpunkte der Mehrgenerationenhäuser

Inhaltlich setzt das Bundesfamilienministerium mit dem Folgeprogramm neue Schwerpunkte für die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser:

  • Alter und Pflege: Beratungsangebote für ältere Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen
  • Integration und Bildung: Integrationsfördernde und bildungsunterstützende Angebote
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: Ausbau des Mehrgenerationenhauses als die Drehscheibe für familiennahe Dienstleistungen der Kommune
  • Freiwilliges Engagement: Stärkere Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Initiativen

Insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser können an dem neuen Programm teilnehmen, eines für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt. Ziel ist es, dass die Häuser wie im bisherigen Aktionsprogramm jeweils einen jährlichen Zuschuss von 40.000 Euro erhalten. Aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds werden davon pro Mehrgenerationenhaus 30.000 Euro zur Verfügung gestellt.

In jedem Mehrgenerationenhaus kann im Folgeprogramm auch der neue Bundesfreiwilligendienst geleistet werden.