Fr 27.05.2011
Freiwilliges Engagement ist Ausdruck von Verantwortung und ein wesentlicher Beitrag für faire Chancen in unserer Gesellschaft. In Deutschland engagieren sich bereits mehr als 23 Millionen Menschen ehrenamtlich. Sie bereichern das soziale Miteinander und vermitteln Erfolgserlebnisse, die prägend sein können für das ganze Leben.
"Es ist ein unschätzbares Kapital und eine der wichtigsten Ressourcen, die wir haben", betont Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Deshalb ist die Förderung bürgerschaftlichen Engagements in demokratischen Gesellschaften auch Aufgabe von Politik und Staat, denn es trägt maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
Der Bundesfreiwilligendienst soll künftig möglichst vielen Menschen einen Dienst für die Allgemeinheit möglich machen. Der neue Dienst steht Männern und Frauen nach Ende der Schule offen und kann im sozialen und ökologischen Bereich, aber auch in weiteren Bereichen wie Sport, Integration, Kultur und Bildung sowie im Zivil- und Katastrophenschutz geleistet werden. Der Bundesfreiwilligendienst beginnt am 1. Juli 2011 und bietet rund 35.000 Menschen pro Jahr die Chance zu einem freiwilligen Einsatz.
Die vielfältigen Angebote in den Jugendfreiwilligendiensten im In- und Ausland ermöglichen interessierten jungen Menschen bis zum Alter von 27 Jahren und in der Regel 12 Monate lang, sich zu engagieren. Dazu zählt das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sowie die Teilnahme am deutsch-französischen Freiwilligendienst oder dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD).
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend arbeitet gemeinsam mit Ländern und Kommunen an der Weiterentwicklung der Mehrgenerationenhäuser zu Knotenpunkten bürgerschaftlichen Engagements. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser geht inhaltlich und methodisch neue Wege: Es fördert das Miteinander und den Austausch der Generationen. Mehr als 40.000 Menschen nutzen täglich die insgesamt 10.000 Angebote der Mehrgenerationenhäuser.