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Do 30.08.2012

"Für eine Kultur der Mitverantwortung" - Erster Engagementbericht der Bundesregierung

Die Bundesregierung ist aufgrund des Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 19. März 2009 aufgefordert, einmal pro Legislaturperiode einen wissenschaftlichen Bericht einer jeweils neu einzusetzenden Sachverständigenkommission mit Stellungnahme der Bundesregierung vorzulegen, der jeweils auf einen Schwerpunkt konzentriert die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland darstellt.

Am 4. November 2010 beauftragte das Bundesfamilienministerium eine Sachverständigenkommission mit der Erstellung des Ersten Engagementberichts. Er sollte eine Bestandsaufnahme zur Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland mit dem Schwerpunkt "Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen" werden.

Erster Engagementbericht mit Schwerpunkt "Engagement von Unternehmen"

Am 22. August 2012 beschloss das Bundeskabinett den Ersten Engagementbericht "Für eine Kultur der Mitverantwortung" und übergab ihn dem Deutschen Bundestag.

Der Bericht macht unter anderem deutlich, dass bürgerschaftliches Engagement in Deutschland dauerhaft eine hohe Stabilität hat (Engagementquote von 36 Prozent). Die beliebtesten Engagementfelder bei den über 14-Jährigen sind Sport und Bewegung, Schule, Kindergarten und Kirche oder Religion.

Fast zwei Drittel aller deutschen Unternehmen (64 Prozent) engagieren sich bürgerschaftlich und konzentrieren sich dabei auf ihr direktes lokales und regionales Umfeld. Dabei fördern sie besonders den Bereich Erziehung, Kindergärten und Schulen (75 Prozent) sowie Freizeitaktivitäten und Sport (68 Prozent). Neben Staat und Zivilgesellschaft spielen die Unternehmen bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen somit eine herausragende Rolle.

In ihrer Stellungnahme legte die Bundesregierung die zentralen Schwerpunkte der Engagementpolitik im Rahmen der Nationalen Engagementstrategie dar. Dazu gehören strategische Partnerschaften und Kooperation mit der Wirtschaft, die Stärkung von sozialunternehmerischem Engagement und von sozialen Innovationen, die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund und die Anerkennung des Engagements durch den Deutschen Engagementpreis.

Die Mitglieder der Sachverständigenkommission des Ersten Engagementberichts waren:

  • Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
  • Prof. Dr. Sebastian Braun, Humboldt-Universität Berlin
  • Prof. Dr. Helmut K. Anheier, Universität Heidelberg, Direktor des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen (CSI), Heidelberg
  • Prof. Dr. André Habisch, Katholische Universität Eichstätt
  • Holger Backhaus-Maul, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom
  • Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA
  • Edeltraud Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE
  • Prof. Dr. Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes und apl. Prof. an der Universität Freiburg