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Di 17.07.2012

Verbände - Partner der Engagementpolitik

Wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind beispielsweise die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, die Veränderung von Rollen- und Geschlechterstereotypen oder die Vermittlung von Werten wie Toleranz und Gewaltfreiheit. Auch hier übernehmen die Verbände, zum Beispiel Sportverbände oder Wohlfahrtsverbände, Verantwortung. Als Partner sind ihre Untergliederungen auf lokaler Ebene, als Vereine oder als Sozialeinrichtungen, aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken. 

So bieten beispielsweise die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege vielfältige Möglichkeiten für Jugendfreiwilligendienste. Sie sind Heimat für ungefähr 2,5 bis 3 Millionen freiwillig und ehrenamtlich engagierte Menschen und sie stellen fast 3,7 Millionen Plätze und Betten in ihren über 100.000 Einrichtungen zur Verfügung. Sie sehen sich als Anwalt der Bedürftigen. Ihre Stellung und die damit verbundene Verantwortung für das Sozialwesen in Deutschland sind einmalig in Europa.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend arbeitet mit diesen Partnern eng zusammen. So kooperieren bei der Umsetzung gesetzlicher Zuständigkeiten des Bundesfamilienministeriums wie Adoptionsvermittlung oder Aus- und Rückwandererberatung Partner aus den Verbänden mit staatlichen Stellen.

Mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge erhält eine "Plattform des Sozialen", in der auch die Kommunen einbezogen sind, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzielle Unterstützung.

Auch Bahnhofsmission und Telefonseelsorge werden durch das Bundesfamilienministerium finanziell gefördert.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist Partner bei der Suche nach im Krieg gefallenen Verwandten.

Vergleichsweise junge Organisationen wie die "Tafeln" oder das Kinder- und Jugendprojekt "Arche", die weitgehend autonom agieren und flexibel auf Bedürfnisse vor Ort reagieren können, sind ebenfalls wichtige Partner des Bundesfamilienministeriums.