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Mi 22.12.2010

Freiwilligensurveys

Eine nachhaltige Förderung freiwilligen Engagements braucht eine solide wissenschaftliche Datengrundlage. Mit dem Instrument Freiwilligensurvey nimmt das Bundesfamilienministerium im fünfjährigen Rhythmus eine Dauerbeobachtung zu Umfang und Ausprägungen des freiwilligen Engagements vor. Der Freiwilligensurvey ist ein öffentliches Informationssystem, das umfassende und detaillierte bundes- und landesweite Informationen zum Engagement der deutschen Wohnbevölkerung zur Verfügung stellt. Die Daten sind eine wichtige Grundlage für die politische Planung.

1999 lagen mit dem ersten Freiwilligensurvey erstmals methodisch fundierte und repräsentative Daten über die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement in Deutschland vor. Eine gemessene Engagementquote von 34 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren war eine positive Überraschung, denn Fachexperten schätzen diese bis dahin auf nur etwa 18 Prozent und somit weit unter dem Mobilisierungsgrad vergleichbarer Länder in Europa und Amerika. Das Engagement in Deutschland war also durchaus mit dem in anderen Ländern vergleichbar. Wie der zweite Survey von 2004 belegt, ist das Engagement fünf Jahre später auf 36 Prozent angewachsen.

Mit der Veröffentlichung des Gesamtberichts des Dritten Freiwilligensurveys gelingt es erstmals, die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements und der Zivilgesellschaft in Deutschland in den zurückliegenden zehn Jahren aufzuzeigen. Hervorzuheben ist, dass die Anzahl der Engagierten mit 36 Prozent auf hohem Niveau stabil geblieben ist. Das verdeutlicht den Erfolg der verbesserten engagementpolitischen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren. Einzelne Entwicklungen in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen können im Gesamtbericht nachgelesen werden.