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Do 27.02.2014

Familien mit Migrationshintergrund

Familien in Deutschland - das sind immer öfter auch Eltern und Kinder unterschiedlicher Herkunft, Mehrsprachigkeit, Migration. Nahezu jede vierte Familie hat mindestens ein Familienmitglied, das aus einem anderen Land stammt oder eine andere Staatsangehörigkeit besitzt. 35 Prozent der Kinder unter fünf Jahren haben einen Migrationshintergrund.

Die Familienpolitik des Bundesfamilienministeriums ist darauf ausgerichtet, Migrantinnen und Migranten bei ihrer Integration in die deutsche Gesellschaft zu stärken. Erwachsenen und Kindern soll eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung, Förderung und Entwicklung möglich sein. Dabei spielen vor allem die frühkindliche Bildung, gute Sprachkenntnisse und eine gelungene Eingliederung in das Erwerbsleben eine entscheidende Rolle.

Ein Schwerpunkt liegt auf der frühen Förderung von Kindern in Kindertagesstätten: Dort erhalten sie die Chance, schon früh die deutsche Sprache zu erlernen und von Bildungsangeboten zu profitieren. Eine verbesserte Sprachkompetenz und die Angebote früher Förderung tragen dazu bei, die bestehenden Unterschiede im Bildungsniveau zwischen deutschen Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund effizient zu verringern.

Politik für Migrantinnen

Befragungen zeigen, dass Migrantinnen einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine große Bedeutung beimessen: Rund 65 Prozent der derzeit nicht erwerbstätigen Mütter mit Migrationshintergrund haben einen Erwerbswunsch.

Familien mit Migrationshintergrund sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und von Transferleistungen abhängig. Die Abhängigkeit von Transferleistungen reduziert sich aber deutlich, wenn die Mütter erwerbstätig sind. Es bedarf neuer Ansätze, die spezifischen Hürden bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu überwinden.