Mi 30.03.2011
Projekt "Wertebildung in Familien"
In der Bildung und Erziehung von Kindern ist die Vermittlung von Werten ein zentraler Bestandteil. Im bundesweiten Praxisprojekt "Wertebildung in Familien" des Bundesfamilienministeriums werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Werte für Familien sichtbar und erlebbar gemacht. Ziel ist die Verbesserung und Stärkung der Werteerziehung in den Lebenswelten von Kindern und Familien.
Eltern sind Vorbilder
"Wertebildung in Familien" geht davon aus, dass Kinder sich fast von selbst aneignen, was ihnen in der Familie als Vorbild vorgelebt wird. Ein positives Vorleben der Eltern erleichtert es Kindern, sich in einer Welt zurechtzufinden, die immer komplexer erscheint. Besonders stark wirken die positiven Werte gemeinschaftsfähigen Handelns.
An 15 deutschlandweiten Projektstandorten wie Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern oder Einrichtungen der Familienbildung werden all diejenigen angesprochen, die tagtäglich an der Erziehung von Kindern beteiligt sind: Mütter und Väter, Großeltern, Erziehende, Lehrkräfte, Fachleute aus Pädagogik und sozialer Arbeit. Das Projekt hat zum Ziel, dass sie sich der Werte, auf denen das gemeinschaftliche Handeln beruht, sicher werden.
Vielfältige praxiserprobte Methoden im Projekt regen dazu an, Werte in Familien erfahrbar zu machen – unabhängig von Familienkonstellationen, sozialem oder kulturellem Hintergrund. An den Projektstandorten wurden während der Pilotphase (2008-2010) wertesensibilisierende Projekte initiiert und mit großem Erfolg umgesetzt: Eltern- und Großeltern-Kurse, Eltern-Kind-Gruppen, Themencafés, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Filmabende und vieles mehr. Auf den Ergebnissen baut die zweite Projektphase mit den neuen Schwerpunkten Väterarbeit, Interkulturalität und Gender auf.
