Mi 05.09.2012
In der Bildung und Erziehung von Kindern ist die Weitergabe von Werten ein zentraler Bestandteil. Im bundesweiten Praxisprojekt "Wertebildung in Familien" des Bundesfamilienministeriums in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuz werden Werte für Familien sichtbar und erlebbar gemacht. Ziel ist es, die Werteerziehung in den Lebenswelten von Kindern und Familien zu verbessern und zu stärken.
"Wertebildung in Familien" basiert auf der Erkenntnis, dass Kinder sich selbst aneignen, was sie in ihrer Familie erleben. Ein positives Vorleben der Eltern erleichtert es Kindern, sich in einer komplexen Welt zurechtzufinden. Besonders positiv auf die Entwicklung von Kindern wirken Werte, die gemeinschaftsfähiges Handeln, Persönlichkeitsentwicklung und sozioemotionale Kompetenzen fördern.
An 15 deutschlandweiten Projektstandorten wie Familienzentren, Mehrgenerationenhäusern oder Einrichtungen der Familienbildung werden all diejenigen angesprochen, die tagtäglich an der Erziehung von Kindern beteiligt sind: Mütter und Väter, Großeltern, Erziehende, Lehrkräfte, Fachleute aus Pädagogik und sozialer Arbeit. Das Projekt hat zum Ziel, dass sie sich der Werte, auf denen das gemeinschaftliche Handeln beruht, sicher werden.
Vielfältige praxiserprobte Methoden im Projekt regen dazu an, Werte in Familien erfahrbar zu machen – unabhängig von Familienkonstellationen, sozialem oder kulturellem Hintergrund. An den Projektstandorten werden seit 2008 wertesensibilisierende Projekte initiiert und mit großem Erfolg umgesetzt: Eltern- und Großeltern-Kurse, Eltern-Kind-Gruppen, Familienwochenenden, erlebnispädagogische Angebote, Themencafés, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Filmabende und vieles mehr.
Die im Projekt entwickelten und umgesetzten Angebote sind im Angebotshandbuch auf der Internetseite des Projekts als Anleitung und Inspiration für Eltern und pädagogische Fachkräfte zum Download verfügbar. Ein pädagogisches Fachbuch ist in Vorbereitung.